October 2019


This is the basic text of a speech given yesterday evening in the Landtag of Niedersachsen in Hannover at a Parliamentary Evening put on by a federation of churches.

Herzliche Grüße aus Brexitannia! Es ist wirklich für mich ein Privileg, noch einmal hier in Hannover zu sein.

Vielen Dank für die Einladung, heute hier in Deutschland England zu erklären. Wir brauchen nur zwei Minuten, denn alles ist einfach und klar. Verstehen Sie, die politische Situation in Großbritannien ändert sich zweimal im Tag, jeden Tag. Aber im ganzen Durcheinander über Brexit bleibt nur eine Tatsache wichtig: FC Liverpool steht an der Spitze des Premier League. Alles ist in Ordnung!

Wie erklärt man England? Oder was in Großbritannien heutzutage passiert? Manche Engländer erkennen ihr Land einfach nicht mehr an. Innerhalb dreieinhalb Jahren ist die politische Kultur schiefgegangen und viele Briten fühlen sich erschrocken – sie verstehen nicht mehr, wer wir tatsächlich sind. Die Chinesen haben ein berühmtes Sprichwort: „Mögest du in interessanten Zeiten leben.“ Aber dieses Sprichwort ist kein Segen, sondern ein Fluch. Wären nicht langweilige Zeiten mal schön?

Ich bin sowohl Bischof als auch Politiker.  Manche Menschen in Großbritannien finden dies ein schwieriges Konzept – sie verstehen das überhaupt nicht. Christen sollten sich auf das Reich des Geistigen beschränken und sich aus der Politik heraushalten, sagen sie.  In der Politik geht es jedoch um das menschliche Leben, die richtige Ordnung der Gesellschaft und das Gemeinwohl.  Ein Christ kann es nicht vermeiden, sich in die Politik einzumischen.  Aber ich bin ein Politiker bestimmt deswegen, weil ich im Oberhaus des Parlaments sitze.  Das Unterhaus wird gewählt;  Das House of Lords wird ernannt, und 26 Bischöfe der Church of England – Diözesanbischöfe – sitzen (aufgrund ihres Dienstalters) im Haus.  Die Bischöfe sind aufgrund des Pfarrsystems mit jeder Gemeinde in England verbunden.  Wir wissen also, was auf dem Boden im ganzen Land vor sich geht.  Im House of Lords vertreten die Bischöfe keine Partei, kein Block, man kann sie nicht peitschen oder ihnen sagen, wie sie wählen sollen. Jede Bischöfin und jeder Bischof muß entscheiden, was sie oder er in einer Debatte sagen sollte und wie sie oder er abstimmen sollte.  Ich „führe“ für die Bischöfe in Sachen Europa und damit den Brexit an.  (Ich führe auch in Sachen Russland, Sicherheit und Geheimdienste wegen meiner vorherigen Karriere in den Geheimdiensten an.)

Ich kann nicht heute Abend alles sagen, was gesagt werden sollte. Zum Beispiel, welche Rolle spielen die Bischöfe und Bischöfinnen im House of Lords und im öffentlichen Gespräch über politische Entwicklungen in Großbritannien? Wir sind nicht parteipolitische Spieler. Deswegen haben wir eine Verantwortung, die Wahrheit auszusprechen, eine klare Licht auf politische Aktivitäten und Kultur zu werfen, und durch eine Evangeliumslinse hinauszuschauen.

Der beste Weg, um zu verstehen, was heute in Großbritannien passiert, ist folgender: Die britische Demokratie wird in einem System parlamentarischer Demokratie ausgeübt.  Dieses System hat keinen Platz für ein Referendum oder Volksabstimmung (direkte Demokratie).  Es ist problematisch, dass Politiker aller Parteien vor dem Referendum in Juni 2016versprachen, dass das Ergebnis gewürdigt und der „Wille des Volkes“ befolgt werde.  Erst als das Ergebnis den „falschen Weg“ einschlug, wurde den Menschen klar, dass (a) in einem parlamentarischen System ein Referendum nur beratend sein kann und (b) die Antwort auf die Frage keinen Hinweis darauf gibt, was „Verlassen der EU“ in der Praxis bedeuten könnte.  Das Parlament hat die Verantwortung, nach bestem Wissen und Gewissen Gesetze im besten Interesse des Landes zu erlassen – aber was passiert, wenn dies der im Referendum getroffenen Wahl widerspricht?  Deshalb sind wir in einem Durcheinander.  “Die Kontrolle zurückerobern” ist ein einfacher Slogan.  “Parlamentarische Souveränität” hört sich wichtig an … am wenigsten bis das Parlament seine Souveränität bestätigt und dann beschuldigt wird, den Willen des Volkes vereitelt zu haben.

Jetzt können Sie vielleicht besser verstehen, warum es so ein Durcheinander ist.  Und die Brexiter verwenden jetzt die Sprache “Parlament gegen das Volk” und “Richter gegen das Volk”. Es scheint, dass ‚das Volk‘ nur die Brexiter beschreibt. Das britische Volk ist gespaltet. Das Parlament spiegelt dieses gespaltene Land wider.

Jetzt aber ist mir klar, dass der Brexit außerhalb der Insel anders aussieht, und viele Beobachter schockiert sind über das, was der britischen politischen Kultur in den letzten drei Jahren widerfahren ist.  Lassen Sie mich kurz einige Punkte ansprechen.

Erstens ist es wichtig zu erkennen, dass der Brexit im Wesentlichen ein englisches und kein britisches Problem ist.  Ein berühmter englischer Journalist schrieb vor zwanzig Jahren ein Buch mit dem Titel “The English”.  Jeremy Paxman erklärt an einer Stelle, dass ein wesentliches Element der irischen oder schottischen oder walisischen Identität besteht darin, dass ich “nicht englisch” bin.  Aber es ist sinnlos, wenn ein Engländer sagt: “Ich bin kein Schotte, usw.” Die Schotten haben ein Parlament, die Waliser eine Versammlung, die Iren auch eine Versammlung;  und die Engländer?  Nur Westminster.  Die letzten drei Jahre haben den Walisern, Schotten und Iren gezeigt, dass die Engländer sich nicht um sie kümmern.  Umfragen zeigen, dass Brexiteer bereit sind, das Ende der Union als geringen Preis für den Brexit zu sehen.  Es ist durchaus möglich, dass der Brexit zu einem vereinigten Irland und einem unabhängigen Schottland führen wird.  Wir erinnern uns daran, dass im Jahre 2014 David Cameron die Schotten überzeugte, gegen die Unabhängigkeit zu stimmen, mit der Begründung, sie müssten die EU verlassen …

Zweitens war der Brexit immer ein Versuch der Konservativen Partei, ein internes Problem zu lösen.  Die EU-Frage hat die Partei jahrzehntelang geteilt, und keine der beiden Hauptparteien hat sich jemals für die EU eingesetzt.  Es gibt auch ein Argument dafür, dass die Natur der EU als eine sich entwickelnde politische Union in Großbritannien niemals ehrlich anerkannt wurde – was zu wachsendem Ressentiment und nachlassendem Vertrauen unter Politiker und Institutionen geführt hat.  Aber es bleibt wahr, dass viele Menschen in Großbritannien glauben, dass der Brexit eine Tory-Lösung für ein Tory-Problem ist, um den Tories zu ermöglichen, an der Macht festzuhalten.  David Cameron glaubte nicht, dass er das Referendum im Jahr 2016 verlieren würde – weshalb er dem öffentlichen Dienst keine Vorbereitungen für eine Leave-abstimmung erlaubte.

Drittens hat der Brexit tiefe Spaltungen in der britischen Gesellschaft aufgedeckt. Brexit hat sie aber nicht erschaffen.  Der neoliberale Globalisierungstraum ließ viele Gebiete des Landes und viele Gemeinschaften mit dem Gefühl, dass sie übersehen, vergessen oder ignoriert seien.  Ja, die ärmsten Gebiete des Vereinigten Königreichs haben für den Austritt aus der EU gestimmt, obwohl sie über vier Jahrzehnte hinweg in hohem Maße von EU-Subventionen und Projektfinanzierungen profitiert haben.  Warum?  Einige sagen, dass das Leben für sie einfach nicht schlimmer werden kann. Warum also nicht die Gelegenheit nehmen, gegen die Politiker zu treten?  Dies wurde von denjenigen ausgenutzt, die sich als “gegen die Eliten und gegen das Establishment” positionieren – obwohl die meisten von ihnen wohlhabend, privilegiert und von keinem durch den Brexit verursachten Schaden betroffen werden.  Kurz gesagt, das Problem besteht darin, dass die EU nicht für die Dinge verantwortlich ist, gegen die gestimmt wurde. Deshalb wird die Operation des Brexit die Krankheit nicht heilen oder ihr Leben verbessern.  Aber Brexit hat wenig mit Realität oder Fakten zu tun; Brexit geht um etwas vitzerales. Also, was machen wir dann?

Viertens hat der Brexit nicht nur das Vertrauen in unsere Institutionen und Politiker geschädigt, sondern auch die Rechtsstaatlichkeit wurde von einer Regierung bedroht, die für schuldig im Supreme Court befunden wurde, gegen das Gesetz verstoßen zu haben.  In der Vergangenheit hätte dies zu einem Rücktritt geführt.  Heute aber gibt es keine Schande mehr;  und Lügen, Manipulation und falsche Darstellung sind die akzeptablen Merkmale eines politischen Spiels geworden.  Unser öffentlicher Diskurs wurde korrumpiert.  Schlimmer noch, unsere Abgeordneten werden täglich mit Gewalt und Tod bedroht – genau wie ihre Familienmitglieder.  Ich erinnere mich gut an den Mord an Jo Cox eine Woche vor dem Referendum im Jahre 2016 – ich war innerhalb einer Stunde dabei;  es geschah in meiner Diözese und nur acht Meilen von meinem Wohnort entfernt. Ich kenne ihre Familie.

Also, die Zukunft?

Erstens: Wir werden wahrscheinlich die Europäische Union verlassen, aber wir werden Europa nicht verlassen.  Unsere starken Verbindungen in ganz Europa werden in den kommenden Jahren noch wichtiger.  Großbritannien musste sich seit dem zweiten Weltkrieg nie damit abfinden, bloß eine kleine Nordatlantikinsel ohne Imperium zu sein.  Der Brexit wird, denke ich, das Ende des Mythos vom britischen Imperium bedeuten.  Britische Zeitungen und Politiker erinnern sich immer wieder daran, wie wir den Krieg (alleine) gewonnen haben.  Endlich müssen wir jetzt mit der Realität leben und nicht mit romantisierten Erinnerungen des letzten Jahrhunderts.  Nach 1945 mussten sich die Deutschen mit ihrer Geschichte, Identität und ihren Fehlern auseinandersetzen.  Die Briten mussten das noch nie tun.  Wir werden es jetzt tun müssen. Ich stimme mit der Philosophin Susan Neiman überein, als sie sagt in ihrem neuen Buch Learning from the Germans: „Nostalgische Sehnsüchte nach Imperium und Sentimentalismus im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg weisen nicht nur auf außergewöhnliche Mängel des öffentlichen Gedächtnisses in Großbritannien hin, sondern auch auf die Unfähigkeit, mit der Geschichte reif zu rechnen. Neil MacGregor hat gesagt: „Die Deutschen nutzen ihre Geschichte, um über die Zukunft nachzudenken, während die Briten ihre Geschichte nutzen, um sich zu trösten“.

Zweitens: Die Europäer müssen anerkennen, dass fast die Hälfte der Wähler für einen Verbleib in der EU gestimmt hat – und auch dass die Verbundenheit mit der EU seit dem Referendum gewachsen ist.  Deutschland und Europa haben viele Freunde in Großbritannien und wir brauchen Ihre Freundschaft, um eine andere Zukunft zu gestalten.

Drittens: Ich denke (aber ich könnte mich irren), dass die Union nicht lange überleben wird.  Alles deutet darauf hin, dass Schottland jetzt für die Unabhängigkeit stimmen würde;  Irland könnte sich gut vereinen – etwas, was die IRA in vierzig Jahren Terrorismus und Gewalt nicht erreichen konnte;  sogar Wales spricht von einer Trennung von England.  Wir werden mal sehen. Aber der Prozess und die Abwicklung des Brexits haben alles geändert und viel geschädigt.

Letztens: Niemand kann die Zukunft vorhersagen.  Wir erleben heute im Westen einen großen Konflikt zwischen Liberalismus und anderen Mächten.  Der Liberalismus ist in Zukunft keine Selbstverständlichkeit.  Die Kirchen müssen Orte der Begegnung und Unterhaltung, der Debatte und der Wahrheitsfindung sein, wenn die Welt über Trump und Johnson, Bolsonaro und Orban und so weiter verhandelt.  Der Illiberalismus wird die Westeuropäer dazu zwingen, die Wurzeln ihrer Annahmen über Menschenrechte und Verantwortlichkeiten wieder zu entdecken, und das könnte letztendlich eine gute Sache sein.

Zum Schluss möchte ich ein Buch empfehlen.  Der britische Historiker Tom Holland: “Dominion: The Making of the Western Mind” ist ein brillanter Lauf durch die christliche Geschichte, in dem deutlich wird, wie sehr selbst die säkulare Kultur im Westen von christlichen Annahmen geprägt ist.  (Das letzte Kapitel ist ziemlich seltsam, aber der Rest des Buches ist ausgezeichnet.)

Die politische Spannungen in Deutschland sind anders als diejenigen in Großbritannien, aber die hinterlegenden Fragen über Links/Rechts weisen einige Ähnlichkeiten auf. Die Herausforderungen, vor denen jedes Land in Bezug auf Stabilität und den Machtwechsel zu einer neuen Generation steht, sind klar. Das Buch von Tom Holland fordert uns implizit und explizit dazu auf, unsere gemeinsamen Wurzeln wieder zu entdecken, uns den aktuellen Umwälzungen dieser Wurzeln zu stellen und die Zukunft mit Mut, Entschlossenheit und Weitblick zu gestalten. In Großbritannien und Deutschland stehen wir vor Identitätsfragen: wer sind wir und woher stammen wir. Die Antworten sind wichtig.

Und ich habe gerade einen SMS bekommen. Boris Johnson wird am kommenden Montag noch einmal versuchen, eine Parlamentswahl anzukündigen.

Und FC Liverpool steht immer noch an der Spitze des Premier League.

This is the verbatim text of my speech in the debate in the House of Lords today on Brexit and the PM’s deal. There was a five minute speech limit and I was the sixth of 63 speakers. Speeches by previous and subsequent speakers can be read in Hansard.

From what we heard in the Statement earlier, it seems that the question at the root of all of this stuff is trust. Trust cannot be commanded, even by a Prime Minister; it has to be earned. We have had three years or more of either learning to trust or becoming suspicious about trust, and that goes across the country. We heard in the Statement that we have been half-hearted in our commitment to the EU. We have not just been half-hearted. We have been told lies and there has been gross misrepresentation, including from the current Prime Minister when he was a journalist in Brussels. Propagated through the media, these lies have been allowed to go on and have formed the way that we see and understand Europe, ourselves and our role. That raises a question about trust.

We have been asked to reconcile competing instincts. Which ones? Do they include loyalty or integrity? It seems to me that our MPs and parliamentarians have been doing precisely what they are there to do in a parliamentary democracy. They are not delegates. They are there to use their judgment, with integrity, and to face the consequences of that at the ballot box. Of course, the consequences they face are usually through Twitter and other social media, where they and their families are threatened with violence or even death. Is this really acceptable? Is this what we have come to?

I have three questions about what we have learned from the last three years, because the question of trust is behind all the other issues that we are looking at. My three questions have to do with culture, language and character. The cultural question is: what has become of our political and public discourse, and our relationships with one another as we describe them in language and our behaviour towards one another? How will those go beyond today? What used to be called the conflict metaphor, in relation to science and faith, has gone beyond a metaphor in our political culture into a simple acceptance of divide and rule. It is all very well hearing now that we need to pull all the different parties and elements in both Houses together to find a way forward. Some of us were asking for that three years ago, two years ago and a year ago, and it was dismissed. It was a zero-sum game of winner takes all. Have we learned that the conflict metaphor, although effective, is actually disreputable?

On language, we have been subjected to repeated slogans and oversimplifications. We heard them again this morning but “Get Brexit done” is meaningless because we know that whatever happens today, Brexit will not be done. We will be on the starting blocks of Brexit. This was supposed to be the easy bit; well, I look forward to the difficult bit—or maybe not. This is not the end and we know that when we use this language, there are people in the populace beyond Westminster who believe it. We know, and I think we should learn, that slogans are more effective and powerful than reasoned fact or argument.

Briefly, on character, the UK’s global reputation is not exactly flying high as a result of Brexit. I will be in Hanover next week addressing parliamentarians, trying to explain Brexit and what has become of England—their question, not mine. I refer the House to Susan Neiman’s book, Learning from the Germans. What we learn from history is that we need humility instead of hubris. I await what that might look like in the culture of the future.

This is the script of this morning’s Pause for Thought on BBC Radio 2’s Zoe Ball Show:

I don’t often get the chance, but I went to the cinema the other day to see Judy, the new film about Judy Garland. I found it really hard going. Why? Well, mainly because I wanted to weep … almost from the first scene. It reminded me of two other films about two other brilliant women: the story of Edith Piaf in La Vie en Rose and the documentary about Amy Winehouse. Each story ended in tragedy; each woman experienced exploitation and cruelty to an extraordinary degree, but each woman showed remarkable courage in the face of what looks now like inevitable doom.

I inhabit a Christian tradition that sees every person as infinitely valuable – made in the image of God and loved infinitely. Human dignity lies at the heart of this. And it is the fundamental reason why nobody should ever be seen as an object or an instrument of someone else’s self-satisfaction. When I read the gospels I constantly see rejected and sometimes abused people – usually women – meeting the wandering rabbi from Nazareth and finding healing, renewed dignity, unconditional love, mercy. And for treating people this way, Jesus got it in the neck from the religious authorities. Eventually, of course, they nailed him.

I find the Judy film powerful because there seemed to be few people looking after her as a human being, as opposed to a product on stage and screen. Her search for love is heartbreaking. But, it also leads me to think about how, especially in the current febrile political atmosphere, we see individuals being vilified, humiliated, threatened and attacked just for doing their job. Behind every MP, every journalist, every radio presenter, every judge, there is a human being who has their own life, family, relationships and insecurities. When we dehumanise them, we dehumanise ourselves.

‘Somewhere over the rainbow’ bluebirds may well fly. And ‘somewhere over the rainbow’ there might even be a land of lullabies. But, romance aside, the longing of the child star, disappointed by life, drugs and five marriages, at least expressed some hope of a future – a future that other people dimmed. But, it is this hope that I have a responsibility to awaken and keep alive in the people I meet today.

I was invited by the Dean of Manchester to preach in his Cathedral at the annual Service to mark the beginning of the Legal Year this morning. There was a large turnout of judges, lawyers and civic dignitories. The Bible readings were from Job 28:1-12 and John 1:1-14. What follows is the basic text of my address.

It is a pleasure and a privilege to be here this morning and to preach at a time of ‘interesting’ developments in the life of our nation. It is particularly good that different faiths are represented as we mark the importance of justice and law in a society that is in danger of treating both with casual utilitarian pragmatism.

You don’t have to be a Christian or a Jew to recognise that the English legal system is based on and derived from the Judeao-Christian tradition seen in the Scriptures – although a reading of historian Tom Holland’s new book Dominion makes the point powerfully. According to the biblical witness, justice lies at the heart of God’s character and is measured by how the powerful and the powerless are treated in society.

If you break justice, you are left with just ice. So says Scouse poet and Radio 4 presenter Stewart Henderson. I am glad he has come to that realisation as one of my earliest memories of him was being beaten up by him and Billy Mason when I was nine during a Sunday School holiday in Saltburn from my church in Liverpool. Not that it still hurts, you understand…

The point he makes in his poem is a suggestive one: it is a cold world where justice is a commodity to be bought and sold, or where lip service is paid to a justice that has become a means of privilege on the part of those who either are powerful enough or have the skill to manipulate it.

I speak here from experience – not here in Manchester, I hasten to add, or even in England.

During my time as the Bishop of Croydon in the Diocese of Southwark I was closely connected with the Anglican Church in Zimbabwe, and particularly with the Diocese of Central Zimbabwe. I visited many times. This was during a period of considerable challenge in Zimbabwe, when President Mugabe was living with the consequences of his bizarre land policy, when inflation was rising to over 10,000 per cent (not the final figure), when water was scarce and food in short supply in Gweru. The secret police were everywhere – stories for another time – and political oppression was evident. Even the Church suffered as a renegade Bishop of Harare (a corrupt Mugabe beneficiary called Nolbert Kunonga) declared UDI, stole money and properties, and lied his way through the courts. He is no longer there; the Anglican Church in Zimbabwe is.

One of the points I kept having to argue in and for Zimbabwe was that the restoration of the rule of law was essential. There could be no justice, no democracy, no prosperity and no freedom until the rule of law was re-established and respected. It is the rule of law that guarantees impartiality and consistency, thus allowing society and the economy to tread an honest path to prosperity and peaceful coexistence. The rule of law guarantees integrity.

Or does it?

There are many countries where the rule of law holds firm, but life is not free or fair. Which surely teaches us that the rule of law is vital, but also inadequate in and of itself: it is the content of the law that establishes the colour, the complexion, the integrity of the culture. I know Godwin’s law all too well – that when, as a last resort, you refer to Adolf Hitler, you have lost the argument – but it is salutary to recall that National Socialism in Germany in the 1930s and ‘40s had little problem with the rule of law; they just made laws that legitimised what they wanted to do anyway. (I am afraid I am student of German politics and I recognise that this is a bit ‘niche’.)

So, what a good society actually needs is the rule of good law. The Enabling Act (Ermächtigungsgesetz) that the Reichstag passed on 23 March 1933 made perfect sense within the internal circular logic of a Weimar Republic that had run into the ground – allowing the Führer to bypass other laws in order to break the logjam and, in exceptional circumstances, to get things moving. “Just get it done” was the sentiment that opened the door to the institution of injustice by a Nazi Party that shaped law by a worldview that was essentially dehumanising. The Law of Unintended Consequences? (Or were the consequences entirely intended?)

Well, I had the joy of working through the European Union (Withdrawal) Bill in the House of Lords and spoke in debates at each stage (one with 192 speakers over two days). In the last few weeks, in order to get the Benn Bill through the Lords before the ‘prorogation that never was’, we once again had to anticipate how a government might handle its own defeat over against the promises it had made about delivering Brexit. At every stage of debate a large number of judges, former law lords and other lawyers spoke eloquently (and even comprehensibly), often drawing attention to the inadequacies of draft legislation received from the House of Commons – especially in relation to the constitutional and legal elements of the proposed legislation. You know what happened next.

The point I want to make before moving on to a bit of theology is that our attention has now been drawn to a threat that must be taken seriously if our democracy is to be upheld and not simply sold down the river on a boat called expediency. If politicians refuse to define properly how decisions about primary legislation are to be made – that is, not leaving to undefined ministerial discretion such terms as “appropriate” – then it will be left to the courts; and then judges will be accused of going beyond their brief by establishing law instead of interpreting it. You see the point? You recall the sniping at judges in the Supreme Court. The proper scrutiny of legislation – the very purpose of an upper house – and the deliberative activity of an independent judiciary are non-negotiable elements of a mature democracy … something forgotten or ignored by those newspapers that disgracefully and dangerously mock judges or denounce them as ‘Enemies of the People’. Unlike some politicians or newspapers, judges have to pay attention not only to the legal precision of the immediately presenting issue, but also to how the UK will live and move and have its being in the future (after we have left the EU, for example). Arguments about “freedom from” whatever ills the EU is believed to have caused us have to be replaced by the much harder and more complex task of shaping what we have been “freed for”.

So, again, law is not enough. It is good law that matters. And good law cannot be either assumed by default, or merely wished for.

Now, this is what is illustrated in our readings. Ancient Wisdom literature assumes that even the highest courts and the most powerful politicians, governors, rulers and legislators are not ultimate. Even they are accountable. Even if they evade accountability to the people whose interests and security they are called to serve, they cannot escape their accountability to God. As soon as any culture or society convinces itself that it can do what it wants and is accountable only to itself, watch hubris – and its bedfellow corruption – emerge. In other words, accountability to God keeps people and nations honest to themselves.

We then see in the reading from John chapter 1 (the ‘Christmas Gospel’) that any outworking of a recognition of human accountability to God is messy. It was all OK when “in the beginning was the Word”, but the trouble started when “the Word became flesh and dwelled among us”. As soon as flesh, blood, opinions, cultures and passions got involved, things began to get sticky. The birth of Jesus can get romanticised, but even as a baby he was targeted, hunted by a fearful Herod, exiled as a refugee in Egypt (a place actually synonymous with captivity and oppression, but now – perversely – the place of rescue and asylum), and was seemingly in trouble from the word go. Read the gospels and his major problem seems to have been with lawyers who, at the behest of the powers-that-be, kept using the law to try to catch him out, trip him up, get him to condemn himself out of his own mouth.

They nailed him in the end. But, even then, those putting him on trial found themselves – their humanity, their integrity, their faith – being judged by the silent victim. Funny how things turn out, isn’t it?

The failure of the lawyers of the day was to lose sight of the big picture – what we might call ‘the point of it all’. In relation to current challenges I have repeatedly tried to make the point that once we have “Got Brexit Done” – whatever it looks like – what then? What was it all for? The debate has been almost totally framed around economics and trade, and yet the economy is a means to an end, not the end in itself. An economy should thrive in order to allow a society to thrive, for the common good to be served and for individual human beings to flourish. They are the ends to which an economy should point. To reverse the priority is to turn people into servants of the interests of the economically powerful and to lose sight of any vision or value. It was not for nothing that Jesus warned us about gaining the world and losing our soul.

Too many of the lawyers of Jesus’s day lost sight of humanity. Rather than celebrate the fact that someone had been healed, they condemned Jesus for doing “work” on the Sabbath Day – missing the point of what the Sabbath was for and, more importantly, who it was for. I guess it was what Edmund Burke had in mind when he wrote: “It is not what a lawyer tells me I may do; but what humanity, reason, and justice tell me I ought to do.”

The reading goes on to speak of light shining in the darkness. We should be asking what that looks like in a messy world of human fragility and moral contradiction. Again, it isn’t some romantic fantasy. It means that those who bear the name of Christ and attempt to shape their life, their politics, their relationships, their behaviour and their values around the character and nature of the Jesus we read about in the gospels should shine as a light in a world that, frankly is riddled with lies and is too easily willing to crucify its prophets. If we dare to bear the name of Christ – to own what it means to be his Body – we must be willing to shine … even when that shining provokes some to extinguish the light and restore the twilight or darkness where clarity of vision can be lost and the common good be submerged under the games power plays.

Law must live. Law must go beyond text and inspire life. But, if it is to do that, the text must be got right. Justice can turn on a phrase – it is that important. And a good and just society depends on good lawyers who interpret good law and thereby promote the common good.

I rest my case, m’lud. I want to see an inextinguishable light shine when darkness threatens. It will be cross-shaped, but haunted by resurrection. It will not be dulled by threat or neglect. Or, as the Psalmist put it: “Blessed are those who do not follow the advice of the wicked, or take the oath that sinners tread, or sit in the seat of scoffers; but their delight is in the law of the Lord, and on his law they meditate day and night.” (Psalm 1:2)

I have just seen the report in today’s Times newspaper about Lord Singh’s withdrawal from doing Thought for the Day on the BBC Radio 4 Today programme. I am sorry to see this and the terms in which he frames his reasons. His voice will be missed – although I suspect he has the same questions as I do about who might pick up from the next generation in due course.

In my experience of doing Thought for the Day I have only once felt pressed to speak on a particular issue and it didn’t turn out well for me. I wanted to talk about Steven Gerrard’s retirement (theme of loyalty), but there was some interfaith issue going on and I was persuaded to do a script on Islam. Two hours after delivery the Charlie Hebdo shootings took place in Paris and the criticism/abuse online led me to shut down all social media. Of course, had I known at 7.45am that there were to be shootings later that morning, I would have done a different script; but that sort of prophecy is not a gift I have been given.

Nevertheless, I fully understood the reasoning behind the request to address the issue in my script that day. Choices have to be made. The routine is that the contributor speaks on the phone with the producer for the next day’s slot and we agree a theme. Sometimes I have several possibilities up my sleeve – sometimes I have a blank sheet. Occasionally I have already written a script (or two) – just to get my mind working. Having drafted a script, there is then usually some back-and-forth about it before it gets signed off. Sometimes I argue with changes, sometimes I don’t. Usually the producer – who knows the medium and audience better than I do – reads what might be heard by particular language and advises a change. I always listen to this and learn from it. I have never been asked to say something I don’t agree with or edit inappropriately.

And, yes, I have had the phone call ten minutes before lift-off to ask for a tweak, but always in the light of other news that might change the way certain language is heard. We then negotiate. In my experience it is always a helpful and challenging conversation.

I always come away from the microphone wondering how I might have made my point better, more entertainingly or more clearly. I occasionally think I might have chosen a different theme, given the context on the programme and the nature of the news. But, I am clear that this is not a pulpit. The job of the contributor is to shine a different light on a theme – not to preach a sermon, but to stimulate thought, reaction, reflection, and so on. (My Inbox tells me that most reaction is knee-jerk and prejudiced … and sometimes abusive, but I get some intelligent stuff, too. Occasionally I get a critical response that is really helpful and moves me on. I think that’s called ‘being grown up’, even if sometimes it is painful.

And, yes, I sometimes wish it could be sharper and provocative, but there is a fine line to be trodden.

So, I am sorry Lord Singh is finishing. I hope this won’t be used as a further reason to malign the BBC when they do a thorough and mature job in working a difficult slot with sometimes difficult and opinionated people like me.