The Kirchentag has to be experienced to be understood. The sheer enormity of scale is mitigated by an organisation that marries efficiency to intimacy. It is estimated that around 300,000 people will come through Hamburg for the Kirchentag in the next three days, but somehow it never feels hassled or crowded.

Unless you don't get to some venues early enough to get in, that is. The was almost a riot outside the enormous hall where Margot Käßmann was doing a Bible Study this morning: the hundreds that couldn't get in to this or the subsequent discussion involving the Federal President, Joachim Gauck, were not happy bunnies.

The Opening Services last night took place in four places. The sun shone on the tens of thousands of people (of all ages) who sang, prayed and listened together. This was followed by the Abend der Begegnung where the city of Hamburg opened its arms in welcome, cultural invitation and generous hospitality.

The theme of the Opening Service on the Rathausmarkt was basically a call for the Church to grow up and take responsibility. There was a particular edge for those of us from Bradford and Wakefield as the preacher spoke of the fusion last year of three Landeskirchen (dioceses) into the single Nordkirche. This new Landeskirche maintains the distinctives not only of regional identity, but also of the three Protestant traditions that make up the Evangelische Kirche in Deutschland (EKD): Lutheran, Reformed and United. The call was clear: stop complaining about change and shape what can be.

And I thought I was coming here to get away from all that…

Anyway, this morning we had to get to our venue an hour early in order to get a seat for just one of the many Bible Studies being led each day. We wanted to hear Margot Käßmann on Luke 18:1-8 – the story of the persistent woman and the unjust judge. 7,000 people; many more unable to get in. Inconceivable in England.

I will put a link up to her text, but she spoke powerfully of the need for persistence in challenging injustice, annoying those who wish to deny justice to the weak and the powerless in society. I can't do justice to her text here, but will cite one – almost incidental – comment she made about a woman called Elisabeth Schmitz (of whom I had never heard.

Elisabeth Schmitz corresponded with the great Protestant theologian Karl Barth between 1933-36, trying to get Barth to engage with the 'Judenfrage' – the fate of the Jews. Barth declined. Theology always has to be read through the prism of history and culture; it never stands alone in some abstract world inhabited by a remote God or a disengaged church. When Schmitz died in 1977 only 7 people attended her funeral – it was only the later discovery of a load of personal documents that gave an indication of the relentless courage of this woman who resisted Hitler and kept a prophetic call alive.

Germany always provides glimpses of people whose integrity is remarkable and whose fearlessness in facing challenge is humbling. Käßmann reiterated the importance of seeing irritating people as 'persistent widows' who compel us to not lose sight of other people's – particularly the weak, the powerless, the abandoned and the refugees – fundamental humanity.

 

1. Trying to prepare a half-appropriate sermon for the Closing Service of the Kirchentag in Hamburg on 5 May. But, my head is full of 'stuff'.

2. Trying to sort chapter of academic book for the most patient editor in the world. Need to source quotes, but am away from my books.

3. Currently speaking at a parish weekend in Cumbria – two talks done, one to go (tomorrow). And the big yellow thing in sky has emerged, bringing with it warmth, people and lack of concentration.

4. Trying to read TS Eliot's Four Quartets, but too many other things keep intruding. Like the progress of my hopeless fantasy league football team.

5. Tired. Nothing to say.

 

Bibelarbeit, Die Frauenkirche Dresden, Donnerstag 2 Juni 2011 

Matthaeus 5:1-12

1. Einleitung

Es ist für mich ein Vorrecht, daß ich eingeladen wurde, hier in der Frauenkirche in Dresden diese Bibelarbeit zu machen. Es ist ein Privileg, aber es ist für mich auch eine ziemlich aufwühlende Erfahrung. Ich bin Engländer und ich stehe heute auf der Kanzel einer Kirche, die im Februar 1945 durch die Bomben der Allierten zerstört wurde, aber jetzt wunderschön restauriert worden ist. Damals war die Welt durch Konflikt zerissen; Millionen von Menschen sind ums Leben gekommen. Gewalt, Stolz, Hybris, Verlust und Tod. Trotzdem treffen wir uns nach so vielen Jahren als Geschwister im Namen Jesu Christi. Ja, wir sind uns bewusst, wie schwach wir sind; wir wissen, wie wir Menschen Macht- und Gewaltspiele treiben, wenn wir uns von einander bedroht oder ängstlich fühlen. Es ist gut, daß ich heute als Engländer auf dieser Kanzel stehe und über die fremden Worte von Jesus nachdenke, die er zu einer Zeit sprach, als seine Zuhörer etwas Anderes erwarteten: einen kräftigeren Führungsstil (gegen die militärische römische Besatzungsmacht), ethnische Ermutigung, und eine wohlformulierte Rechtfertigung religiöser und nationalistischer Identität, zum Beispiel.

Später werden wir zu diesen verständlichen Erwartungen zurückkommen. Zuerst aber möchte ich darüber nachdenken, wie die Worte von Jesus damals gehört und verstanden werden sollten.

Ich bin der anglikanische Bischof von Bradford in Nordengland, aber ich stamme ursprünglich aus der großen Stadt Liverpool – Heimat der größten Fussballmannschaft Europas. (Ich bin sowohl Prophet als auch Optimist…) Meine Erfahrung als Jugendlicher zu dieser Zeit in Liverpool war auch irgendwie aufwühlend und in dieser Hinsicht denke ich besonders an zwei bestimmte Eindrücke.

Erstens, als ich geboren war, war der Zweite Weltkrieg nur zwölf Jahre vorbei. Die Stadt hatte immer noch viele Bombenkrater, zerstörte Gebäude und manche Menschen nährten einen tiefen Groll gegen die Deutschen. Das Haus meines Vaters – er war noch ein Kind – wurde bombardiert und er und seine Geschwister wurden evakuiert, weg von ihren Eltern, nach einer kleinen Stadt in Wales. Die Auswirkungen des Krieges ließen viele Narben in der Stadt Liverpool zurück und sie hatten einen großen Einfluss auf das Bewusstsein der Jugendlichen wie mich, die aufwuchsen in der Zeit nach dem Krieg.

Zweitens, meine Familie gehörte zu einer Baptistengemeinde in Anfield, nicht weit von dem heiligen Fussballstadion entfernt. (Dies bedeutete, dass wir Samstag die Fussballmannschaft und Sonntag den heiligen Gott anbeten konnten. Offensichtlich hatte ich damals viel zu lernen…) Diese Baptistenkirche in Anfield hatte viele Nebenräume und an den Wänden dieser Nebenräume hingen viele Bilder – und die meisten Bilder stellten Jesus von Nazareth dar. Kein Problem, sagen Sie vielleicht; aber schon als Kind fing ich an, einige Zweifel an diesen Darstellungen zu haben.

Dieser Jesus sah sehr nordwesteuropäisch aus: er hatte helle Haut, lange blonde Haare, einen gutgetrimmten Bart, und seine Kleidung war immer sauber, weiss und wie das Nachthemd einer schüchternen, spröden und bescheidenen Frau. Er hatte sanfte blaue Augen, schöne weiche Haut, und er schien über dem Boden zu schweben – wie ein unberührter Engel. Oder eine Fee. Er war schön, sanft, kraftlos und sauber… die Art von Kerl, von dem Sie Ihre Kinder weghalten würden. Er sah aus, als ob er aus dem Haus und an die frische Luft gehen sollte, und die Wärme der Sonne auf seine helle Haut scheinen lassen. Er bräuchte einen Herren-Friseur. Er sollte Fussball spielen und Bier trinken. Anders gesagt, dieser Jesus hatte überhaupt keine Ähnlichkeit mit irgendeinem Mann aus Palästina des ersten Jahrhunderts und war nicht erkennbar, wie der Jesus, der in den Evangelien des Neuen Testaments dargestellt ist.

Die Hauptfrage für mich als Jugendlicher in Liverpool in den siebzigen Jahren war also: Was ist mit dem Jesus der Evangelien passiert? Wo ist er eigentlich? Was sagt der Jesus der Kirchenbilder zu meinen Grosseltern, als sie im Mai 1942 in den Ruinen ihres Hauses in Liverpool standen? Oder gar zu den Familien, die Februar 1945 hier in Dresden alles verloren hatten: Familienmitglieder, Haus, Heimat, Hab und Gut – alles in der Hitze des Feuersturms zerschmolzen? Ich denke: Dieser Jesus in diesen Bildern hätte überhaupt nichts zu sagen. Er wäre zu schnell nervös, zu leicht beleidigt, besorgt um seine eigene Reinheit. Dieser Jesus beschäftigt sich nur mit den Menschen, die moralisch sauber sind und sich als harmlos präsentieren. Und mit kleinen Kindern, die ihm nicht und nie widersprechen und nie mit ihm oder miteinander streiten. Aber dieser Jesus existierte nicht; dieser Jesus hätte nicht fünf Minuten in der wirklichen Welt überleben können.

Und mit diesen Gedanken kommen die zwei aufwühlenden Erfahrungen meiner Jugend zusammen. Die wirkliche Welt ist oft ziemlich schmutzig, brutal, gefährdet und ungerecht. Moralische Fragen sind nicht immer einfach zu lösen und das Leben scheint oft zu kompliziert zu sein. Die wirkliche Welt lässt sich nicht in ein Kästchen setzen, wo alles rein und sicher gehalten werden kann. Aber, was im Christentum total überraschend vorkommt, ist der Begriff, dass Gott freiwillig genau in diese Welt hereinkam und sich nicht davon dispensierte. Der wirkliche Jesus wohnte auf dieser Erde, ging zu Fuss auf diesem Boden, atmete diese Luft, und engagierte sich in den Erfahrungen – das heisst, in der menschlichen Existenz – die wir als so schwierig und anspruchsvoll empfinden. Im Gegensatz zu den konfortablen und tröstlichen Darstellungen mancher kirchlichen Bilder finden wir, dass der Jesus der Evangelien – der palästinensische Handwerker – direkt  ins Herz der Finsternis hineinging, um der Welt einen anderen Weg anzubieten – das heisst, eine Alternative zu allem, was wir auf unserem Lebensweg gelernt haben: dass dies nur der Gang der Welt ist… dass es immer so war, dass es immer so ist, dass es immer so bleiben wird.

Deshalb wage ich zu behaupten: Es ist gefährlich, als Erwachsener die Evangelien zu lesen. Unsere Bilder von Jesus werden herausgefordert und unsere Vorurteile über Gott werden erschüttert. Im Brief an die hebräischen Christen schreibt der Autor: „Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.“ Ich denke, dass es auch schrecklich ist, die Evangelien zu lesen und Jesus ernst zu nehmen.

Aber, wenn es tatsächlich die Gefahr gibt, dass wir den Jesus der Evangelien neutralisieren oder entkräften – vielleicht weil wir vorhaben, Jesus nach unserem eigenen Bild zu erschaffen – dann gibt es auch eine entsprechende Gefahr, dass wir die Sprüche von Jesus außerhalb irgendeines Kontextes zitieren oder sie für unsere eigenen ideologischen oder rhetorischen Zwecke in Anspruch nehmen. Wir vergessen einfach den großen Zusammenhang, den die Evangelien darstellen – was die Evangelien versuchen, uns zu lehren. Wir sind froh, wenn wir von Jesus das hören, was wir von ihm hören wollen…

Eine echte und ernsthafte Herausforderung für die heutigen Christen lautet: Wie lesen wir die Evangelien wie zum ersten Mal, aber gleichzeitig eine bestimmte Passage im Lichte der ganzen Geschichte? Ich möchte diese Herausforderung durch eine kleine Geschichte illustrieren – eine Geschichte von einer legendären Fledermaus.

Eines Tages kam eine kleine Fledermaus zurück in die Fledermaushöhle geflogen. Sie sah schrecklich aus:  IhrMund und ihre Zähne waren voll Blut. Die anderen Fledermäuse fragten erwartungsvoll: ‚Hast du etwas gefunden?! Zeig uns, wo!‘ ‚Lasst mich in Ruhe, ich habe Kopfschmerzen.‘ Wieder sagen sie: ‚Wo, wo warst du? Was hast du gefunden?‘… Schliesslich sagt die kleine Fledermaus: ,OK, OK, kommt mit.‘ Sie fliegen aus der Höhle, die kleine Fledermaus voran, tausende hinter ihr her. Sie fliegen einen Hügel hinauf, hinunter ins Tal, über den nächsten Hügel, rund um den nächsten Hügel, dann sehen sie einen Wald vor sich. Die Fledermaus stoppt, schwebt in der Luft. Tausende erwartungsvolle Fledermäuse hinter sich. Die kleine Fledermaus sagt: ‚Seht ihr den Wald da?‘ ‚Ja, ja, ja!‘ Seht ihr die Bäume im Vordergrund da unten?‘ ‚Ja, ja, ja!‘ Habt ihr den grossen Baum links vom Wald gesehen?‘ ‚Ja, ja, ja!‘ ‚Ich eben nicht!‘

Verstehen Sie das Problem, das wir vor uns haben? Wir achten auf die Einzelheiten und versäumen den klaren Sinn des Ganzen. Wir sind ein Bißchen wie die Nachfolger Jesu im wunderbaren und sehr lustigen Film von Monty Python, Das Leben des Brian. Jesus steht in der Ferne auf einem kleinen Hügel und lehrt die Menschenmenge, die aus den Dörfern zu ihm gekommen ist, um ihn zu hören. Das Problem besteht aber darin, daß die Menschen, die ganz hinten stehen, ihn nicht klar hören können. Ich muss es erst auf Englisch sagen: “Blessed are the cheesemakers…” “I think he means all manufacturers of dairy produce”. “Selig sind die Käsemacher…” “Aber wahrscheinlich meint er alle, die in der Milchproduktion arbeiten,” erklärt jemand in der Nähe. (Im englischen statt ‘peacemakers’ hat er ‘cheese makers’ gehört.) Aber diese komischen Menschen waren nicht die einzigen, die die Worte Jesu falsch hörten.

Jesus mißverstehen ist kein ungewöhnliches Phänomen.

Aber Jesus wußte auch aus erster Hand, wie einfach – fast normal – es ist, jemanden falsch zu hören oder zu verstehen. Seine Konflikt mit den religiösen Autoritäten fing fast direkt am Anfang seines öffentlichen Dienstes an – und dieser Konflikt ging grundsätzlich darum, daß diese sogenannten Kirchenführer und Bibellehrer die Worte der Bibel bis zu den tiefsten Einzelheiten studierten, aber den Sinn und Geist dieser Worte nicht verstanden. Die Hauptsache war, Gott zu lieben als Antwort auf Gottes Liebe zu uns, und diese Liebe zu Gott zu leben in der Liebe zum Nächsten. Es ging nicht darum, einfach Gesetze zu befolgen, mit dem Ziel, Gott zu gefallen. Es ging eben darum, dass unser Leben eine Antwort ist, auf Gottes Liebe zu uns. Die Hauptsache war unsere Antwort auf Gottes Liebe. Die religiösen Leiter waren Experten darin, die Hauptsache zu verpassen und Weg und Ziel zu verwechseln.

Also, was kann man sagen über die sogenannten Seligpreisungen, die die Bergpredigt eröffnen? Und wie sollen wir diese Texte lesen oder sie hören? Bald werden wir das entdecken.

[MUSICAL INTERLUDE]

2. Wie wir die Evangelien lesen sollen

Wir haben ein Problem damit, wie wir die Bibel lesen in der Kirche. In Gottesdiensten in der Kirche von England haben wir ein oder zwei Bibellesungen: meistens eine aus dem Alten Testament oder aus einer Epistel und eine aus einem Evangelium. Doch diese Texte wurden nicht als kleine Stückchen geschrieben, sondern als wohlkonstruierte Werke geschriebener Kommunikation. Sie entwickeln ein Argument oder erzählen eine Geschichte. Es ist Unsinn, einen Halbsatz aus dem Kontext zu reissen und zu meinen, die Hörer würden das verstehen. Wir würden nicht eine Seite aus Goethes Faust oder Thomas Manns Buddenbrooks lesen, und erwarten, dass es Sinn macht. Trotzdem erwarten wir, dass die Menschen lernen, die Bibel zu lesen, in dem sie jede Woche unzusammenhängende Abschnitte hören – wie wenn einige Takte Mozart hören, jemanden zu einem Mozart-Experten machen würde.

Eines der wichtigsten Elemente in jedem der vier Evangelien ist, was Jesus zuerst sagt. Seine ersten Worte sind wie die Brille, durch die der weitere Text gesehen, gelesen und verstanden werden muss. Zum Beispiel will Markus keinen langen theologischen Prolog (wie Johannes) oder viele Details über die Geburt von Jesus (wie es Matthäus und Lukas haben). Markus will so schnell wie möglich zum öffentlichen Auftritt von Jesus kommen – zur Action sozusagen.

Nachdem er ungeduldig durch Taufe und Versuchung in der Wüste gerast ist, lässt Markus Jesus in seine Heimat zurückkehren und seinen Auftrag beginnen (Markus 1:14-15): “Nachdem aber Johannes überantwortet war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllet, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!”

Das heißt, die Zeit auf die Ihr gewartet habt und für die Ihr gebetet habt, ist jetzt gekommen. Die Gegenwart Gottes ist wieder unter euch – dafür habt Ihr gebetet und danach habt Ihr euch gesehnt. Aber wagt Ihr es, die Gegenwart Gottes auf eine ganz neue Art zu sehen –  nicht darin, dass die Römer hinausgeworfen werden, und Ihr Recht erhaltet, sondern darin, dass Gott unter euch ist, sogar während die Römer bleiben, während eure Unterdrückung andauert, während eure Probleme ungelöst bleiben? Könnt Ihr eure Erwartungen loslassen, wie Ihr Gott seht und über ihn denkt? Dann gebt euch dieser guten Nachricht hin – mit Körper, Seele und Geist -, und lebt als ob das Reich Gottes hier wäre – das heisst, dass Gott in Jesus wirklich gegenwärtig ist. Das Reich Gottes ist hier.

Der Rest des Markusevangeliums stellt uns die Frage: Wie würde es aussehen, wenn Gott wirklich in der Person von Jesus gegenwärtig wäre? Was würde passieren? Was würden wir sehen? Oder wagen wir uns nicht, unsere Meinung (oder unsere Theologie) zu ändern? Der Rest der Geschichte zeigt auf, wie es einige Menschen wagten, zu bereuen (und dadurch gesegnet wurden), und wie andere es nicht wagten, zu bereuen (und ihn kreuzigten). Auf diese Weise sollten wir das Markusevangelium lesen: den Rest der Geschichte in Anbetracht dieser beiden Verse und dieser vier Äußerungen: “Die Zeit ist erfüllet, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!”

Das Johannesevangelium funktioniert ähnlich, und doch anders. Johannes entwickelt einen langen theologischen Prolog, und beendet diesen mit folgender Aussage: “Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.” (Johannes 1:14). An diesem Punkt soll der Leser innehalten und sich die offensichtliche Frage stellen:  Was hast du gesehen? Wie hat es ausgesehen? Und der Rest des Johannesevangeliums beantwortet diese Fragen: Was sie sahen, wie das fleischgewordene Wort aussah und tönte, was er tat und sagte… und wie die Menschen auf das, was sie sahen und hörten, reagierten. So sollten wir das Johannesevangelium lesen: den Rest der Erzählung in Anbetracht dieses grundlegenden Verses gegen Ende des Prologs.

Und Mattäus? Nun Matthäus befasst sich mit Details. Wo kommt Jesus her? (Er kommt aus Israel.) Wie ist er hierher gekommen? (Seine Geburt war ungewöhnlich.) Wer hat ihn erkannt? (Überraschenderweise die Ausgegrenzten – wie die Hirten, zum Beispiel.) Ägypten sei ein Land der Sicherheit anstelle von einem Land der Sklaverei oder Unterdrückung. Er zitiert die Propheten und zeigt die Taufe als den neuen Auszug. Genauso wie Israel im Alten Testament verbringt Jesus eine Zeit in der Wüste, wo er herausgefordert wird: Was für ein König bist du wirklich? Wie gehst du eigentlich mit Macht um? Und so weiter. Er verkündet: das Reich Gottes ist unter euch… jetzt. Er wählt seine Freunde aus – diejenigen, die wir beobachten und denen wir folgen müssen während dem Rest der Erzählung, um zu erkennen, wie das Königreich aussehen, tönen und riechen könnte. Dann gelangen wir zu Kapitel 5 – wie Mose zum Sinai. “Kehrt um! Folget mir nach! Das Königreich, das ich verkünde, sieht so aus…! Wagt Ihr es nun aus einem anderen Blickwinkel zu schauen: die falschen Menschen sind gesegnet!”

Und an dieser Stelle müssen wir das Paradoxe verstehen. Die Römer sind immer noch hier, die Kranken sind immer noch krank, die Trauernden leiden immer noch, die Armen sind immer noch arm, die Mächtigen und die Gewalttätigen sind immer die Gewinner – so ist die Welt nun mal.

Ist also Jesus ein Träumer, wenn er die Welt auf den Kopf stellt und behauptet, dass es die falschen Menschen sind, die ‘gesegnet’ sind? Verhöhnt er die Erfahrungen von jenen, die arm sind, leiden, trauern oder immer schlecht wegkommen? Der Rest der Erzählung ist voller Überraschungen, Paradoxien, Herausforderungen und Angriffen. Die Erzählung wirft die Frage auf, wer die Menschen sind, die wirklich ‘gesegnet’ sind – die Reichen, die Schönen, die Mächtigen, die Erfolgreichen (wie es zu Jesu Zeiten angenommen wurde)… oder diejenigen, die ganz unten gehalten werden. Und wenn es tatsächlich jene von ganz unten sind, die ‘gesegnet’ sind, was bedeutet es dann, ‘gesegnet’ zu sein? Und ist es nicht einfach unmenschlich und pervers, jemandem, der alles verloren hat, zu sagen, dass er sich gesegnet fühlen soll?

Und wenn wir uns in diesen Kontext einordnen, können wir uns dann als gesegnet erachten – selbst inmitten von ungelösten Problemen, von Trauer und Schmerz, von Ungerechtigkeit und unverdienten Leiden?

[MUSICAL INTERLUDE]

3. Die Seligpreisungen

Ich glaube, einer der größten Fehler, den wir bei den Seligpreisungen machen, ist, dass wir sie als ethische Ermahnungen verstehen. Was ich damit meine, ist, dass wir einfach den Sinn übersehen, wenn wir denken, dass Jesus seinen öffentlichen Dienst mit einigen ethischen Vorgaben oder Vehaltensnormen beginnt, die wir befolgen sollten. Noch gibt Jesus denjenigen, die im Moment leiden, Hoffnung auf einen späteren Himmel – eine Art Opium für das Volk, wie Karl Marx es ausgedrückt hatte: Ein Trugbild, das uns davon befreit, die Ursachen von Schmerz und Ungerechtigkeit jetzt in Angriff zu nehmen.

Nein. Jesus verkündet, dass in der gleichen Welt, in der Ungerechtigkeit, Schmerz und Leiden immer noch vorherrschen, nun andere Regeln gelten. In der Tat verkündet Jesus wunderbare Neuigkeiten: Das Leben nimmt ein neues Gesicht an, wenn wir es im Lichte von Gottes Wesen und Liebe sehen und leben. Eine neue Welt ist gekommen und Jesus selbst ermöglicht Zugang zu ihr.

Also sagt er zu seinen Freunden (und zu jenen, die um ihn herumstehen und ihm zuhören): In einer Welt, die die Macht und die Durchsetzung von Macht durch Gewalt liebt, sind es tatsächlich die Armen und die Sanftmütigen, die Schwachen und die Verlierer und die Hinterbliebenen, die Gottes Gegenwart und Berührung kennen; in einer Welt, die Jugend und Schönheit, Erfolg und Reichtum verehrt, sind es tatsächlich die Armen und die  Hässlichen und die scheinbar schwachen Versager, die Gott am Nächsten stehen.

Und weshalb sagt dann Jesus so etwas scheinbar Lächerliches? Weil die Welt es falsch verstanden hat: Die Reichen haben alles zu verlieren und werden von der Angst, alles zu verlieren, getrieben… während die Armen nichts zu verlieren haben; die Schönen fürchten, dass ihre Schönheit verblasst… während die Hässlichen wissen, dass sie nichts zu verlieren haben.

Und das ist der Schlüssel zu den Evangelien. Wer sind die Menschen, die ‘umkehren/bereuen’, und Gott, die Welt und sich selbst durch Gottes Augen sehen können? Es sind diejenigen, die ihre Bedürftigkeit kennen; diejenigen, die keine Erinnerung daran benötigen, dass sie versagt haben; diejenigen, die in den Spiegel schauen und wissen, dass sie keinen Anspruch auf Reinheit, Schönheit und Macht erheben können. Und auf der anderen Seite, wer sind die Menschen in den Evangelien, die Jesus abweisen und seine Wege für zu schwierig erachten? Es sind diejenigen, die viel zu verlieren haben: religiöse Reinheit, politische Macht, gesellschaftliche Stellung, Unabhängigkeit… auch ihre Selbstgenügsamkeit und ein grosses Ego.

Durch den Rest des Evangeliums wird Jesus diese Verkündigung machen. Und diese Verkündigung bringt uns immer wieder zu der Frage zurück, mit der Matthäus sich beschäftigt, als er diese Geschichte auf seine typische Art erzählt: wo stehen wir Leser oder Zuhörer in dieser Geschichte? Mit welcher Gruppe? Unter denjenigen, die Jesus verstehen und wissen, wie es jetzt aussieht, wenn man alles und alle durch die Augen Gottes anschaut – oder unter denjenigen, die zu viel zu verlieren haben und deshalb denken, dass es besser wäre, wenn man Jesus los würde? Wir können diese Frage einfach vermeiden, aber sie ist vom Anfang seines öffentlichen Dienstes im Mund Jesu. Wie reagieren wir auf diese Frage: als Menschen, als Kirche, als Gesellschaft?

Klar, wenn das so gelesen wird, sehen wir, dass Jesus die einlädt, die es wagen durch Gottes Augen zu sehen, in der wirklichen Welt zu leben – hier und jetzt, sogar während die brutalen und scheinbar allmächtigen Römer unser Leben beherrschen – nach ganz anderen Werten. Wir werden jetzt leben, als ob das Reich Gottes schon gekommen wäre und Gottes Willen getan wird wie im Himmel, so auf Erden. Wir werden uns weigern zu akzeptieren, dass nur weil die Welt jetzt so ist wie sie ist, wir uns niederlegen müssen und es annehmen.

Wie auch immer, es gibt einen weiteren Punkt, der im Zusammenhang mit den Seligsprechungen beachtet werden muss. Er hat zu tun mit unserem Verständnis und unseren Annahmen über das Wort “Selig”. Es ist schwierig zu übersetzen, sowohl auf Englisch wie auf Deutsch. Makarios ist auf Englisch “blessed” oder  “happy”. Glücklich sind die, welche trauern, zum Beispiel. Beides ist nicht richtig, beide Worte entsprechen nicht dem Wort “makarios”. Die Deutschen Wörter sind “‘selig’, ‘glücklich’ and ‘glückselig’. Es ist gefährlich, mit einer fremden Sprache herumzuspielen, aber diese Wörter treffen es auch nicht richtig. Lassen Sie mich das illustrieren mit einer Beobachtung, die ich vor einigen Monaten in einer – völlig säkularen – BBC-Sendung machte, die von 10 Millionen gehört wurde.

Ich war in Wittenberg an einer Konferenz mit der Meissen Kommission und am Sonntag Morgen besuchten wir einen Gottesdienst in der Schlosskirche. Es war ein wenig ironisch, zwischen den Gräbern von Martin Luther und Philip Melnachthon zu stehen, genau im selben Moment als der Papst in England den Kardinal John Henry Newman selig sprach Der Prediger in der Schlosskirche machte uns aufmerksam auf eine Tramhaltestelle und ich musste lachen, als ich ihren Namen hörte.

Offenbar endet eine Tramlinie in der Stadt Halle an einem Platz, der Frohe Zukunft heisst. Ich habe keine Ahnung, ob das ursprünglich ironisch gemeint war wenn man bedenkt, dass das Leben fast ein halbes Jahrhundert lang unter der Faust der Sowjets nicht wirklich überhaupt irgendeine Zukunft versprach oder ob es auf eine Zeit zurückgeht, als die Zukunft wirklich hell und froh erschien.

Aber was für ein grossartiger Name für das Ende einer Tramlinie. Man kann nicht weitergehen, alles vor dir ist eine glückliche Zukunft. Fantastisch.

Das Problem ist, allerdings, dass die meisten von uns ziemlich zynisch sind wegen solchen Versprechungen. Leute, die grossen Versprechungen glauben, sind in der Regel am Ende schwer enttäuscht. Sogar Lotteriegewinner beklagen sich manchmal, dass etwas von ihrem Selbst verloren ging unter dem Gewicht des neu gefüllten Bankkontos.

Nun, wir müssen nicht traurig werden deswegen wie in dem Lied von Bruce Cockburn wo er singt: “Anything can happen alles kann geschehen Darum ist es wahrscheinlich am Besten, wenn ich nicht aus dem Bett steige am Morgen (Er meint das ironisch!)

Aber  wir müssen realistisch sein. Schliesslich hat der grössereTeil der Weltbevölkerung nicht Zeit oder Raum um darüber nachzudenken was glücklich sein heisst sie sind zu sehr damit beschäftigt, sich und ihre Familien am Leben zu erhalten und mit Nahrung zu versorgen. Was suggeriert dass die Suche nach Glück als Selbstzweck ein Luxus ist für Leute, die sich das leisten können.

Eine der Sachen, die mich immer an der Person Jesus von Nazareth angezogen hat, war, dass er nie jemanden verführt hat, ihm nachzufolgen. Ja, er hat über die Fülle des Lebens gesprochen und was es heisst, frei zu sein, das Leben in Fülle zu leben. Aber das einzige, was er seinen Nachfolgern versprach, war ein Kreuz. Und das Versprechen, dass man Leben und Erfüllung nicht im Anhäufen von Dingen findet, sondern beim Loslassen von Dingen, die uns davon ablenken, was wirklich wichtig ist im Leben.

Das ist keine leichte Botschaft in einer Konsumenten-Kultur. Also müssen wir vielleicht neu definieren, was wir hoffen, wenn wir nach einer glücklichen Zukunft fragen.

Ich hätte dazufügen können: “Oder eine glückliche Gegenwart”. Was Jesus in den Seligpreisungen ankündet, ist dass Menschen, die die Welt durch Gottes Augen sehen – auch wenn es nur unscharf ist – sehen, wie ihr Leben verändert wird. Es geht nicht darum, wie gemütlich sie sich fühlen oder wie sicher sie sich fühlen. Es ist nicht geformt dadurch, wieviel sie besitzen oder wie gross ihr Einkommen ist.

Der Apostel Paulus ist erfasst worden von dieser Art des Sehens, wenn er im Brief an die Christen in Philippi schreibt: “Ich sage das nicht, weil ich etwa Mangel leide. Denn ich habe gelernt, mich in jeder Lage zurechtzufinden: Ich weiß Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben. In jedes und alles bin ich eingeweiht: in Sattsein und Hungern, Überfluss und Entbehrung. Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt (4:11-13).

Mit anderen Worten: Er bietet eine veränderte Perspektive an, die unser Sehen, Denken und Leben transformiert, (völlig verändert) – egal wie die genauen Umstände sein mögen, in denen wir leben.

Und das ist die Stelle, an der ich denke, dass wir in der westlichen Welt ein ernstes Problem haben. In einem Sinn ist es zusammengefasst in der amerikanischen Verfasssung, die ohne Argument oder logische Herleitung proklamiert, dass menschliche Wesen (oder, mindestens die Amerikaner!) ein Recht auf Glücklich Werden haben. Wie auch immer, dieses Glück ist nirgends definiert. Aber die allgemeine Annahme ist, das Glück mit einem problemfreien, materiell komfortablen, unabhängigen und stets zufriedenen Leben zu tun hat. Es scheint dumm zu sein, auch nur daran zu denken, den Leuten zu sagen, dass sie dem so verstandenen Glück NICHT nachrennen sollen.

Aber Jesus scheint anders zu denken. Er meint, dass die Suche nach (privatem) Glück eine Illusion ist, die in die Irre führt – eine die mit Garantie  a) die Suchenden wird unzufrieden zurücklassen (es gibt immer noch mehr, das man haben könnte, man könnte immer noch glücklicher sein, usw) und b) nimmt diese Suche deinen Fokus weg von dem Ziel, das du wirklich verfolgen solltest (was etwas zu tun hat mit freigesetzt werden, um die Person zu werden, zu der Gott dich erschaffen hat). Jesus hatte eindeutig keine gewinnende Werbe-Kampagne im Sinn, als er versprach, dass frei sein heisst: Weggeben, Loslassen, unabhängig sein – und lernen, zufrieden zu sein, egal in welchen Umständen im Leben wir uns befinden. Eines der bemerkenswerten Dinge an den Evangelien ist, dass überhaupt jemand Jesus irgendwohin gefolgt ist.

Aber das ist vielleicht genau der Punkt. Wenn Leute, die wenig oder nichts zu verlieren haben, Jesus treffen, waren sie angezogen von dieser Art des Sehens und Denkens und Lebens. Sie verstehen es nicht alles am Anfang ihrer Beziehung mit ihm, – tatsächlich haben manche auch nach der Auferstehung noch grosse Mühe, es zu begreifen, aber Schritt für Schritt merken sie, wie die “Linse hinter den Augen” (durch die sie Gott, die Welt und die Menschen – und sich selbst – sehen) angepasst wird, so dass sie anfangen anders zu denken, zu sehen und zu leben.

Ich denke, dass die Bergpredigt darum mit den Seligpreisungen beginnt. Während die Erzählung von Matthäus weitergeht, werden wir die Armen im Geiste antreffen, die “selig” sind; wir werden die antreffen, die trauern, und Zeugen sein, wie wie gesegnet werden, weil sie dem begegnen, der auferstehen wird und ein neues Licht auf Verlust und Tod werfen wird. Wir werden die Sanftmütigen antreffen und uns wundern, wie sie fest und ruhig bleiben, wenn sie von den Mächtigen konfrontiert werden, die Gewalt ausüben und damit drohen, andere zu kontrollieren, um ihren eigenen Status zu erhalten.

Die Logik dieses Textes ist einfach das: Wir entdecken, wer Jesus ist; wir werden eingeladen, mehr wie er zu werden. Nicht in einem frömmlerischen oder nur spirituellen Sinn, sondern in dem Sinn, dass die, die seinen Namen tragen – die Christen – anfangen, zu sehen und fühlen und hören wie der Jesus, über den wir in den Evangelien lesen.

Wir werden langsam zu Menschen, die “gesegnet” sind, und – wie Abram in Genesis 12 – nur antworten können auf die Grosszügigkeit Gottes, indem wir ein Segen für die Welt werden und sind.

Das ist die Logik, die in den Seligpreisungen steckt. Wir müssen uns nicht “benehmen”, wie es die Seligpreisungen eindringlich beschreiben, die Seligpreisungen sind nicht dafür (als Anleitung zum Handeln) da. Sondern wir leben anders in der wirklichen Welt, in die wir gestellt wurden, und wir spiegeln den Jesus der Evangelien in dieser Welt. So, wenn Leute uns berühren oder sehen oder hören, sollten sie etwas fühlen, etwas aufblitzen sehen (von der Wirklichkeit Gottes), die Stimme von Jesus hören – sogar dann, wenn er sagt, dass die Welt nicht so ist, wie die Welt behauptet sie sei, sondern dass sie jetzt anders ist, weil Er hier ist.

Wir können sehen, schliesslich, dass dies keine Predigt im herkömmlichen Sinne ist. Es ist eine ausdrückliche Einladung, von einer neuen Sicht bestimmt zu werden – eine Sicht, die uns verändert mitten in unserer Umgebung und uns frei macht. Die Römer bleiben (mindestens für den Augenblick), die Unterdrückung dauert an; aber Gottes Gegenwart kann nicht einfach mit der Lösung all unserer Probleme verbunden werden, sondern mit dem verändernden Leben Gottes mitten in diesen Problemen. Wie wir am Anfang gesehen haben, geht Gott in die Welt hinein und in alles, was die Welt ihm anwirft. Er nimmt sich selbst nicht daraus heraus oder gibt sich spezielle Privilegien.

Nun, das kann auf vielerlei Weise angewandt werden. Ich könnte darüber sprechen, wie wir Christen in einer ökonomischen Rezession leben sollten und wie wir selbst Christus sein sollten für die, deren Leben härter geworden ist. Aber ich brauche das nicht alles auszubuchstabieren. Jesus überliess es seinen Zuhörern, die Konsequenzen aus seinen Worten herauszufinden und ich werde das auch tun!

Die Pointe des Ganzen ist einfach: Wenn wir gesegnet worden sind durch unsere transformierende (verändernde) Begegnung mit Jesus Christus, dann müssen wir ein Segen sein für die Armen, die Sanftmütigen, die Trauernden – und so weiter. Die neue Art zu sehen bringt eine Verpflichtung mit sich – eine Mission (einen Auftrag), – wir können nicht davor fliehen. Es ist keine Einladung zur Selbstverwirklichung oder zum persönlichen Glück; es ist keine Einladung wegzugehen in eine introvertierte Welt privater Frömmigkeit oder befriedigenden Spiritualität, es ist keine Einladung, aus der Welt zu fliehen.

Es ist vielmehr eine Einladung, in die Welt hineinzugehen, wie es Jesus tat und anzunehmen, was immer auf uns zukommt, wenn wir die Annahmen der Welt, was und wer wichtig ist, hinterfragen. Das ist genau das, was Paulus im Auge hatte, als er den Christen in Rom schrieb:  “Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille (12:1,2).”

Jesus ging auf einen Berg, setzte sich und fing an, seine Freunde zu lehren. Jesus ging auf mehrere Berge während der kurzen Zeit seines Dienstes. Die Leute, die mit ihm waren, wollten meistens dort oben bleiben, den Ruhm geniessen und das Ganze zu einer spirituellen Erfahrung machen. Jesus nötigte sie immer, mit diesem Unsinn aufzuhören, vom Berg herunterzusteigen und sich in das wirkliche Leben hineinzuwerfen – im Lichte der Erfahrung, die sie gemacht hatten (aber die man nicht konservieren kann).

Ich denke, dass der selbe Jesus uns einlädt, auf ihn zu hören, mit ihm zu sein, etwas davon zu erkennen, wie die Dinge in seinen Augen aussehen… Und dann weiterfahren, in der wirklichen Welt zu leben… ohne Rücksicht auf die Kosten.

“Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man’s salzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn das man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. Also laßt euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.”

I am in Dresden for a Meissen Delegation Visit with the Archbishop of York until Sunday. I am the Anglican Co-chair of the Meissen Commission which handles relations between the EKD and the Church of England since 1991.

Apart from the hard work on theological and practical issues, we have also had some fun. This evening we attended a brilliant organ concert at the incomparable Frauenkirche – the church the Allies destroyed during WW2 and in which I delivered a Bible Study during the Kirchentag last May.

I am not a great fan of organ music, but this exposition of JS Bach’s Die Kunst Der Fuge (14 fugues and 4 Canons) played to a packed house by the Frauenkirchenorganist Samuel Kummer was just brilliant. Organists must be the best musicians there are – they have to use so many fingers and toes – and this performance was mesmerising.

It made me think about the importance of ‘live’ music. Like with preaching, it is the event itself that defines the performance and content. Recorded music is wonderful, but the live event is by definition unrepeatable, utterly unique, of the moment. It is risky – anything could happen and anything could go wrong, especially in something so long and complex as the Bachzyklus XVIII.

Why were there hundreds of people in the church, many of them young and including a number of children? What on earth brings such a cross-section of humanity to a church to listen to an organ that is so high up that you cannot see the organist anyway? Why bother to turn out on a cold night to listen to something you could hear on a CD in the warmth and comfort of your own lounge – and probably for the same price?

The answer is probably complex. But, the combination of architecture, ambience, the shared experience, the live nature of the event, the atmosphere and the sheer artistry all combine to draw people to experience something unique and uniquely beautiful. You just can’t imitate in your living room the volume and nature of a major organ played in a vast and beautiful space.

It is a pity that the ‘event’ is so easily traded for a lesser, more accessible experience. I wonder if the experience of ‘live’ music is something that every child should be exposed to early on – something that should be commended and recommended to anyone wanting to know they are alive. And I wonder if people like me – those who preach, debate, communicate in a variety of media and contexts – need to make the ‘event’ so unique, so unmissable, so unrepeatable that curiosity and the need to discover one’s pulse will draw people to it?

Musings in Dresden after a long day.

Tomorrow we continue the business as we go to Meissen itself to begin celebrating 20 years of the Meissen Agreement. We end back at the Frauenkirche in Dresden on Sunday before the long journey back home.

One of the gifts of an event like the Kirchentag is the opportunity to think along with others about things that can get crowded out by the sheer volume or busyness of normal work.

I bumped into a friend today who has spent his life in the business of reconciliation. Not notional reconciliation or spiritualised reconciliation, but the hard, bloody stuff of (among other things) Northern Ireland. We were then joined by a Professor who engages in bioethics and a junior professor of systematic theology. We had a conversation that ranged widely, but touched on a question that still puzzles me in relation to the conflict that currently afflict the Anglican Communion. When did ‘diversity’ cease being a phenomenon and become a virtue?

‘Diversity’ simply describes the reality that there is (whatever one might think of any particular element of it) a diversity amongst human beings in relation to nature, experience and opinion/conviction. That is a phenomenological fact. It describes reality, but ascribes to that reality no particular moral value.

But, at some point in recent years the word became transformed into a virtue – one in relation to which we are compelled to be either for or against. To question diversity as a value is to be described as a bigot by some. This stifles genuine debate and turns discussion into polemic that divides.

I just wonder if this confusion lies at the heart of our conflicts over matters such as sexuality. I just wonder if the same word is used to mean different things to different interlocutors (or antagonists).

I also wonder if differentiating between the two might be helpful in promoting peaceful coexistence where resolution is not possible.


I once said in a public dialogue with an Imam friend of mine that, as a Christian, I think it is vital that he should become a Christian… and that, as a Muslim, he will think it vital that I should become a Muslim… but that it looked extremely unlikely that either of us was going to convert. That then brings us on to a different set of questions which can be summed up as: How then shall we live together?

It is important not to confuse the questions. The question of ‘content’ (the truth of Christianity or Islam) is hugely important and should be pursued with integrity and humility as well as confidence and generosity. But, the question of how, given the unresolved differences, we should now live together for the benefit of the common good, is equally vital. But they are different questions and shouldn’t be confused.

The sort of clarity needed in such sensitive conversation was illustrated in a debate this afternoon in Dresden. The top man of the EKD (Evangelische Kirche in Deutschland), Präses Nikolaus Schneider, was in discussion with Dresden’s elder statesman, Professor Kurt Biedenkopf, about which economic system might make us ‘happy’. They both set out their stores and then engaged in what I thought was intelligent and respectful argument. But, much of the argument was about the meaning of words.


Schneider rooted ‘happiness’ in relationships, whereas Biedenkopf located it in achievement. Schneider questioned whether achievement means anything if there is no one to share it with. Both kept having to check the assumptions behind the apparent intention of the other’s words. Schneider was pro Market, but could not allow the Market to set its own rules. He wanted some attention paid to solidarity. Biedenkopf, on the other hand, did not want economics set over against the rest of public polity, but to be restored (with necessary correctives) to being one part of that polity. He questioned, however, who should set the boundaries: state or responsible individuals? He thought Schneider was unrealistic in wanting some social correctives for the poor and vulnerable and asked the (pertinent and reasonable) question as to who should decide – for example – what should be cut and who should cut it. He would not allow abstract questions about economics without practical implications being considered. (None of us wants our children to pay the price for our economic profligacy, but that common desire doesn’t of itself guide us to the precise and costly decisions that then need to be made in re-stabilising the economy.)

Biedenkopf then went on to question the meaning of ‘solidarity’ – concluding in the end that (a) the Market is us: we can’t be forced to send our money on what we don’t want, so we decide how much cars or mobile phone sell for; and (b) that freedom demands risk as well as responsibility.

In one sense the debate itself wasn’t exactly illuminating other than to demonstrate that our assumptions about what the other person means can be misleading. It was an interesting exploration of semantics.

But the other point of note was that this discussion didn’t take place in a confined space for people who like that sort of thing. It wasn’t shut off in a private place where some people believe ‘religious’ discussion should be confined. It took place in a full-to-overflowing Frauenkirche, but was relayed to a huge screen in the square outside. I watched and listened to it in the sun… in the marketplace… amid all the competing voices… along with hundreds of others.

The Germans didn’t lock this up in some dodgy compartment, but opened it up to an intelligent marketplace where it would stand or fall on it’s merits. And that’s the power of the Kirchentag: it runs through the public space of a city and is not confined (as, for example, Greenbelt) in a place for those who have chosen it.

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Location:Dresden

It is well-nigh impossible to give a flavour of such a remarkable event as the Kirchentag. The scale and variety are such that you have to be here in the heat to witness the number of people and the huge range of public events all around the city. And it is such a beautiful place.


Unlike Berne (which I visited last week and which demonstrates what you get when you’ve had no war or town planners with bright ideas of modernity for 300 years), Dresden bears the scars of conflict – and also the power of reconciliation.

The architecture tells it’s own story. The Christians built the Frauenkirche. But what philosophical, theological or anthropological convictions went into the design of the Communists’ Kulturpalast? Just look at them.


What is interesting here is that when the people of post-GDR Dresden were asked what they wanted to with the city centre, they strongly went for the rebuilding of the Frauenkirche. Church authorities didn’t exactly warm to the idea, but the momentum was generated by the people and the church was rebuilt – a story worth reading in its own right. But, I think there is an even more interesting perspective still.

The centre of Dresden was actually rebuilt around the Frauenkirche. In other words, the church stood at the centre and huge space was created around it in which other buildings found place. The development continues. Yet, it was this church which stood (and stands) at the heart of it – not just in a symbolic sense, but physically.

This makes real the sense behind a phrase I often use to describe the vocation or role of the Church: to create the space in which people can find that they have been found by God. Regardless of what may or may not go on around the church, we are to stand at the heart of the city and provide the point of reference for other developments. The world changes, but the is something powerful about the nature of that which stands at the heart of it.

In the end, which building speaks of the soul of people and place? Frauenkirche (the gold cross atop the dome having been made by the son of one of the English bombers who destroyed the original building) or Kulturpalast?

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Location:Dresden

One of my friends told me he and his wife flew from Heathrow to Dresden on a small plane called a ‘Bombardier’. Not very tactful, I would have thought, given the destination.

the other thing I learned from the telly is that a group of atheists (not further defined) preceded the Kirchentag with a religion-free event for which they took the Kirchentag icon (a heart) and turned it into a brain. They also tried to change the theme (taken from Matthew 6:21 – ‘… there will your heart be also’). The point of the Christian thing is to compel people to think about what really drives them and roots it in Jesus’s tough statement in relation to money: “where your wallet/bank account/investments are will tell us where your heart really is.” It is a tough challenge – and pertinent not just to Christians, but to everyone. I haven’t been able to find out what the atheist equivalent was, but I heard from someone else that it was the tired old moan about replacing ‘faith’ with ‘rationality’ – as if they were opposites or alternatives. You’d think that after decades of the Marxist-Leninist (and decidedly atheist) German Democratic Republic they would be a little more coy about this sort of stuff.

And that isn’t a dig at atheists. It is a dig at the humourless, point-missing ones who couldn’t even run a decent party before the 120,000 intelligent and rational Christians arrived for a great four-day festival of thinking, debating, praying and entertaining. The hotel told me they are dealing with over 300,000 visitors for the Kirchentag this week. The guy seemed a little bit surprised.


My problem today is that I was doing stuff all day and, therefore, got to hear no one else. The Frauenkirche was full for my Bible Study on the Beatitudes. Then we got the tram to take part in a podium discussion of the Meissen Commission and related matters. We got a good audience for that, too. After a big sausage (that’s Bratwurst to you) I helped lead and preach for around 2,000 (mainly young) people in a great service arranged and led by Judy Bailey, a Caribbean musician who is wonderful. From there I went to the other side of town to take part in a Lima Liturgy service where I bumped into some old friends from the Diocese of Southwark. And now, after a dunkles Hefeweizen (look it up) I’m back in the hotel and knackered.

Walking back into the restored old town of Dresden the were musicians everywhere. A classical choir and orchestra were performing on the other river bank to a crowd of thousands and the glorious music rolled across the river. The whole event is uniquely wonderful – more Brits should come.

This place, for so long synonymous with dreadful destruction, is a place of beauty, life, culture, hope and celebration.

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Location:Dresden

Over 120,000 people have descended today on the eastern German city of Dresden. It has to be seen to be believed. The idea of drawing similar numbers of people to a four-day rolling conference run by Christians in the UK is inconceivable. It would simply be ridiculed.

Yet this Kirchentag (following the 2009 event in BremenBremen and last year’s Ecumenical Kirchentag in Munich) brings together ordinary people, serious academics, politicians of all complexions, clergy, lay people and plenty of people who would not identify themselves with any church. Why? It is intelligent, sociable, enjoyable – and takes people seriously. The media turn up in huge numbers and treat the whole thing with critical respect.


This does not mean that all these people leave their brains at the door. On the contrary, people are expected to engage both mind and spirit in addressing some of the most searching questions and demanding challenges facing the world: from ecological dilemmas through political choices to economic priorities. And all this is offered in a context of a huge range of Bible studies, worship, seminars and parties.

The theme this year is taken from Matthew 6:21: ‘There will your heart be also’. This will be looked at from a number of perspectives. I am here largely through my co-chairmanship of the Meissen Commission and this year I have a heavy programme. Tomorrow (Thursday) I am doing an hour-long Bible study in the famous Frauenkirche on the theme of the Beatitudes from Matthew 5. I go from there to do an hour-long podium discussion with my German counterpart and friend, Bishop Professor Friedrich Weber on Meissen-related matters. I then preach (this time in English) at a service for hundreds of young people, led by a young Afro-Caribbean woman called Judy Bailey. Then I finish in the evening with a Lima eucharist.


There will be more to follow on Friday and Saturday before the closing events on Sunday and a welcome flight back to Bradford.

What am I hoping for here? Apart from survival, I hope to be stimulated, challenged and encouraged in making the links between theology, politics and economics as we address the big challenges of today’s world. If it is anything like previous years, it should be very entertaining, too.

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Location:Dresden

The week that brought freedom (we hope) to Egypt concludes with the memory of another event involving masses of people in a life-changing and state-challenging event. Tonight marks not only the eve of Valentine’s Day, but also the 66th anniversary of the bombing of Dresden.

Between 13 and 14 February 1945 the Allies dropped more than 3,900 tons of high-explosive bombs on the beautiful Baroque capital of Saxony. 3,600 planes, of which 1,300 were heavy bombers, dropped as many as 650,000 incendiar bombs and other huge devices. The intensity of the onslaught destroyed 15 square miles (39 square kilometres) of the city centre and killed tens of thousands of people.

A couple of years ago I was preaching in Meissen Cathedral, only a few kilometers from Dresden. At the end of the service I shook hands with several hundred people as they left. One man refused to shake my hand. When I asked him why, he said that he could not shake hands with an Englishman who had the nerve to preach in a German pulpit. He had lived in Dresden all his life and had endured that night in 1945 which saw his family destroyed and his city devastated. He understood why we had attacked Dresden, but couldn’t understand why civilians had been targetted so directly when communications networks were up and running again so quickly.

It is a bit rough holding me personally to account for what the Allies did before I was even born, but I could see the enduring grief in this man’s eyes. I responded by saying that my own family (parents and grandparents) had endured the bombing of Liverpool and that war brought only victims on every side. He believed the bombing of Dresden was a war crime; I didn’t disagree.

Yet, last year (2010) the neo-Nazis decided to demonstrate on 13/14 February. The former East Germany is said to be ripe territory for right-wing resurgence and Dresden offers an iconic locus of resentment and perceived injustice. Yet, counter-demonstrations challenged the simplistic associations of the neo-Nazis and reminded people of why the bombing happened in the first place: the Nazis, the War, the attack not only on other countries, but on German civil society, too. Many Germans are saying that they have to be careful about claims of victimhood in the light of the facts about 1933-45. The Germans who remembered went onto the streets and kept the neo-Nazi revisionists off the streets. This year up to 20,000 people took to the streets to remember the bombing, to remind the world why it happened, and to challenge those whose ideologically-driven grievances demand a re-writing of history.

The bombing of Dresden was horrendous and – to my mind, at least – still has not been justified. It has been often described, but not adequately accounted for. But, when up to 20,000 people remember the context in which the bombing took place 66 years ago, they challenge the revisionism and easy sentimentalism of the neo-Nazis.

In June I will once again stand in the pulpit of the Frauenkirche in Dresden. I will be there to deliver a Bible Study as part of the Kirchentag. The church has been completely restored, the gold cross on top of the dome having been made by the son of one of the British bombers. The church speaks of reconciliation and its task is not just limited to a memory of 66 years ago, but the ongoing reconciliation between people now and in the future.

However, reconciliation with the reality of history also remains a difficult and permanent task of those who do not wish history to be repeated.

When the Tories claimed, before the election campaign proper, “we’re in it together”, I responded somewhat scornfully. It didn’t exactly go down well in all quarters… But, given the economic and financial problems facing the world (not just a previously Labour-led Britain), it is simply a statement of fact to say that no one can escape the challenges. Nevetheless, I still maintain that some are “in it” more than others to the extent that some are more financially cushioned and economically secure than others and the view looks different from the bottom.

However, that isn’t the point of this post. While in Germany at the 2nd Ecumenical Kirchentag (until yesterday) it became obvious that the vast range of Christians present in Munich really did think that we are all “in it” together. This presented itself in several different guises:

  • Christians do not feel excluded from intelligent political, social and economic discussion and decision-making in Germany – and assume a common responsibility for the direction in which the country moves. The common ownership (despite variation of view) was striking.
  • The abuse scandal in the Roman Catholic Church was not something to be gloated over by Protestants or regarded as a problem for the Vatican to solve; rather, it was seen as a source of shame for all Christians who are bound to stand together in repentance, prayer and support for victims. This was not only mature in terms of humanity, but particularly in terms of Christian theology. (Bishop Alan Wilson has had a go at this in his excellent post today.)
  • The need for united Christian mission and service was heard to be almost self-evidently true. Again and again we heard the call (from all ‘parties’) for Christian churches to speak with one voice and work to overcome the scandal of denominational suspicion and division.

Whether this can be maintained is a real question. But, it reminded me of another place where it seems Christians have finally begun to recognise the need for and cost of being “in it together”: Zimbabwe.

The Anglican Dioceses of Harare and Manicaland in Zimbabwe have been subject to what can only be called manipulative persecution by the Mugabe regime. The Government has backed the ousted bishops who no longer have any standing or recognition in the Anglican Communion. Despite pleas for ecumenical hospitality from other churches (that is, allowing regular Anglican congregations to use Roman Catholic, Methodist, etc. church buildings for their services), the Anglicans have most often been left to suffer from this oppression alone. When you see the beatings and other pressures, you can understand why. At a roundtable meeting I chaired recently at Lambeth Palace I raised this matter and together we called for ecumenical identification with the Anglicans who had been picked off by Mugabe.

Last week Jennifer Dube wrote in the Standard:

… representatives of the Zimbabwe National Pastors Conference, Christian Alliance and Ecumenical Support Services who met recently in Harare, endorsed a multi-pronged strategy to help [Bishop Chad] Gandiya’s group, in a move that might mark a new twist to the conflict.

Bishop Ancelimo Magaya of the Grace Ablaze Ministries International said after the meeting: “We need to identify with our brothers and sisters in the Anglican Church. If we do not do that, we will be sinning and if we take time to do it, the evil that is happening in the Anglican Church will come to us… Christians must look at similar divisions in trade, students’ and lawyers’ unions among other sectors to understand the severity of the Anglican saga. For us here in Harare, when some of these things happened to the people of Matabeleland, we bought the dissidents’ story and ignored those people’s suffering. Then came the killing of people with the formation of the MDC and we sat back and said, ‘It’s politics’. The divisions continued with the farm seizures and we said it was for the whites. It came again with the destruction of people’s houses in 2005 and those in Borrowdale said it was for those in the ghetto. It swept through the business sector with the price slashes, continued with the 2008 violence and now, banks and so many other companies are at risk because of yet another divisive piece of legislation. We as the church should refuse to bow to this wave of divisiveness.

This has echoes of Martin Niemoeller’s Stuttgart Confession and represents a much-needed awakening to the fact that when one church suffers, all suffer. Christians can never ignore the suffering of others – whoever they are.