This is the basic text of my sermon in the Frauenkirche, Dresden, on Sunday 6 May 2018, based on Colossians 4:2-6:

Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung! Betet zugleich auch für uns, auf dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir vom Geheimnis Christi reden können, um dessentwillen ich auch in Fesseln bin, auf dass ich es so offenbar mache, wie ich es soll. Verhaltet euch weise gegenüber denen, die draußen sind, und kauft die Zeit aus. Eure Rede sei allezeit wohlklingend und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt. (Kolosserbrief 4:2-6)

Herzliche Grüße aus England und aus meiner Diözese in Leeds. Ich habe 656 Gemeinden und die schönste Landschaft in England.

Danke für die Einladung, noch einmal hier in dieser wunderschönen Kirche in Dresden eine Predigt zu halten. Ich war am Kirchentag in 2011 zum ersten Mal hier, und habe damals in der Frauenkirche eine Bibelarbeit gemacht. Ich erinnere mich klar an das Gefühl, das ich an einem Ort hatte, den die Briten erst vor einer Generation zerstört hatten. Seitdem hat sich die Welt verändert. Deutschland hat sich verändert. Und Großbritannien hat sich auch verändert.

Zuerst möchte ich etwas wichtiges erklären: Brexit – es tut mir wirklich leid. In Großbritannien herrscht momentan ein sehr unangenehmes Klima. Wir verlassen die EU – das ist klar. Ich habe am Montag letzter Woche im House of Lords in einer guten Debatte über den Austritt aus der EU gesprochen – dann am Dienstag sind mehrere Redner auf den Titelseiten einer Zeitung erschienen, die als Verräter und Feinde des Volkes gebrandmarkt wurden. Das ist furchtbar.

Natürlich darf Frieden niemals als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Gesellschaften können sich sehr schnell in etwas schreckliches verwandeln, in dem die Sprache über andere Menschen korrumpiert wird. Es ist immer gefährlich, wenn man andere Menschen als Kategorien (und nicht mehr als Menschen) bezeichnet. Und das Gespräch über Brexit in Großbritannien ist tatsächlich schlecht.

Natürlich ist das nicht neu. Als Jesus seinen Freunden das beibrachte, was wir das Vaterunser nennen, ging er durch eine bedrohte Gesellschaft und durch ein gefährliches Land. Die Römer besetzten das Land und erniedrigten das Volk. Die Juden sehnten sich nach und beteten für ihre Befreiung von dieser Unterdrückung durch das mächtige militärische heidnische Reich. Aber diese schwierige Situation dauerte schon seit einigen Jahrhunderten. Wann würde Gott ihre Gebete erhören? Warum war Gott, angesichts dieser Grausamkeit und Ungerechtigkeit, so still und schweigend?

Der Apostel Paulus lebte auch in einer Welt des Konflikts – immer noch vom römischen Reich dominiert. Als er seine Briefe schrieb – diejenigen, die wir im Neuen Testament haben – schrieb er bewusst an Menschen (Christen), die jeden Tag entdeckten, dass das alltägliche Leben oft durch Leiden, Unterdrückung und Angst geprägt ist … aber auch, dass Christen auch hier im Herz dieser komplizierten und oft schwierigen Welt die Gegenwart Gottes spüren dürfen. Auch hier in der Tiefe der realen Welt lernen wir zu beten. Das heißt, wir beten in der wirklichen Welt; wir beten nicht primär dafür, dass wir von dieser Welt befreit werden müssen.

Als die Freunde Jesu ihre eigenen Schriften lasen, entdeckten sie ein Vokabular der Hoffnung im Mund gewöhnlicher Menschen, die in der realen Welt darum kämpften, Gottes Ruf treu zu bleiben. Wie der Psalmist vor dreitausend Jahren sagte: “Wie können wir das Lied des Herrn in einem fremden Land singen?” Mit anderen Worten, wie können wir Lieder über Gott, den Schöpfer, Liebhaber und Erhalter aller Welt singen, wenn alles was wir sehen – alle Beweise unserer Augen – uns sagen, dass dieser Gott uns unserem Schicksal überlassen hat?

Diese Frage, durchzieht die ganze biblische Erzählung – die ganze biblische Geschichte. Genau diese Frage wird ständig aus dem Herzen der Christen und anderer gerissen, die sich nach Erlösung sehnen, nach Frieden schreien und um Heilung und Rettung beten. “Wie lange, o Herr, wie lange?”

Und hier kommen wir zum Kern dessen, worum es im Gebet geht. Es geht nicht darum, dass wir Gott um Dinge bitten, die all unsere Probleme im Hier und Jetzt lösen. Es geht auch nicht darum, Gott zu bitten, uns aus dem weltlichem Leben herauszuheben. Ja, wie die Psalmisten und Jesus selbst, sollten wir immer ehrlich mit Gott sein, und ihm sagen, was wir wirklich denken und wünschen. Es geht nicht darum, dass wir aus der Welt in ein beschütztes und reines Heiligtum flüchten möchten, in dem wir sicher und unbeschmutzt leben können. Das Vertrauen in diesen Gott bedeutet, dass wir dem Jesus nachfolgen, den wir in den Evangelien sehen. Inkarnation heißt: bewusst in die Welt einzutauchen, wie sie ist, und uns nicht davon zu befreien. Denkt an Weihnachten? Und an Ostern? Und an all das, was dazwischen weiterging?

Also, was ist Gebet für dich? Wie betest du? Was betest du? Und was erwartest du vom Gebet?

Lasst mich Ihnen eine kurze Geschichte erzählen.

Drei Männer wanderten in den Bergen. Sie kämpften sich ihren Weg durch die Bäume und versuchten, ihre Hütte vor dem Einbruch der Nacht zu erreichen. Plötzlich stießen sie auf einen reißenden Fluss. Das Wasser lief den Berg hinunter und die Männer hatten keine Ahnung, wie sie den Fluß überqueren sollten. Aber es gab keine Alternative – sie mussten unbedingt diesen Fluss überqueren, aber sie wussten nicht wie.

Der erste Mann betete: „Gott, gib mir bitte die Kraft, um diesen Fluss zu überqueren.“ Pouff! Plötzlich wurden seine Arme größer; seine Brust erweiterte sich und seine Beine wurden stärker. Dann warf er sich in den Fluss hinein und schwamm auf das gegenüberliegende Ufer. Er brauchte zwei Stunden. Ein paar Mal ist er untergegangen und wäre fast ertrunken. Aber, endlich, ist es ihm gelungen, das Ufer zu erreichen, und er schleppte sich total erschöpft an Land.

Der zweite Mann beobachtete den ersten Mann und er betete: „Gott, gib mir bitte die Kraft und die Mittel, um diesen Fluss zu überqueren.“ Pouff! Plötzlich wurden seine Arme größer; seine Brust erweiterte sich und seine Beine wurden stärker; und ein Kanu tauchte vor ihm auf. Er paddelte eine lange Stunde durch das Wasser und schließlich, total erschöpft und nachdem er zweimal gekentert war, schleppte er sich aus dem Wasser und auf das gegenüberliegende Ufer.

Der dritte Mann hatte die zwei Freunde beobachtet und er betete: „Gott, gib mir bitte die Kraft, die Mittel… und die Intelligenz, um diesen Fluss zu überqueren.“ Pouff! Plötzlich verwandelte ihn Gott in eine Frau! Er schaute in seine Handtasche, holte eine Karte heraus, ging hundert Meter das Ufer entlang, und überquerte die Brücke.

Sind wir bereit im Gebet von Gott überrascht zu werden? Neue Einsichten zu spüren? Im Gebet geht es grundlegend darum, dass wir uns selbst öffnen – Körper, Geist und Seele – zu dem Gott, der uns schafft, uns liebt, uns erlöst und uns gestaltet. Zu dem Gott, der uns nicht von allem befreit, was die Welt auf uns werfen kann. Aber zu dem Gott, der uns immer noch ruft, unser Leben für seine Welt und sein Volk niederzulegen. Im Gebet bringen wir uns und unsere Welt – zu dieser besonderen Zeit und an diesem besonderen Ort – zu Gott und finden uns verändert, wenn wir beginnen, durch seine Augen auf das zu schauen, was wir sehen und was wir erfahren.

In seinem Brief an Timotheus lesen wir, wie Paulus den jungen Gemeindevorsteher Timotheus anweist, ständig für die Mächtigen zu beten. Mit anderen Worten, nimm nicht nur an deinem eigenen kleinen Leben teil, sondern richte deine Augen auf die weitere Welt, die eigene Gesellschaft und andere Gesellschaften und diejenigen, die sie formen und führen. Du wirst irgendwo hineinpassen; aber widerstehe diesen kleinen heutigen Göttern des Narzissmus, der Selbstverwirklichung und der Selbstzufriedenheit.

In unserem heutigen Evangelium (Joh 16, 23ff) hörten wir die Worte von Jesus – gerade bevor er zu seinem eigenen frühen und ungerechten Tod ging. Er versprach seinen Freunden, dass ihre Gebeten in seinem Namen erhört werden. Aber was bedeutet es, in seinem Namen zu beten? Nun, sein Name ist sein Charakter – wer er ist und wie er ist. Also, in seinem Namen zu beten heißt, auf eine Weise zu beten, die dem Charakter von Jesus selbst entspricht. Und er betete, dass er sich dem Willen Gottes anpassen könnte, selbst wenn das bedeutet, dass er den Weg an das Kreuz gehen muss und nicht dem Schmerz entgehen kann, den das Leben ihm auferlegt. Es bedeutet, wenn wir in seinem Namen beten, fangen wir an, so verwandelt zu werden, dass wir wie er aussehen und wie er klingen.

Dieses Thema ist ein konsequentes Thema in der Bibel. Die Menschen Israels wurden gewarnt, niemals Gott für selbstverständlich zu halten, sondern allmählich zu lernen, was es bedeutet, ihre Lebensweise, ihre theologische Weltanschauung und ihre Lebensgewohnheiten der Natur, den Prioritäten und dem Ruf Gottes näher anzupassen. Falls sie versagen, falls sie ihre grundsätzliche Berufung vergessen, werden sie dann alles verlieren, was zu ihnen von ihrer Identität spricht. Sie werden die Warnungen und die Ermahnungen der Propheten nicht mehr hören können oder wollen. Diese Menschen werden glauben, dass die Welt ihnen gehört, und werden dann ihre Fähigkeit verlieren, durch Gottes Augen hinaus zu schauen und sich um die Armen, Ausgegrenzten und Schwachen zu kümmern. Erinnern Sie sich an 5. Mose 26? Lassen Sie zehn Prozent Ihrer Ernten am Rand Ihrer Felder liegen, damit Reisende, Migranten und Enteignete etwas zu essen finden können. Bringen Sie die ersten zehn Prozent der Ernte zum Priester, und denken Sie daran, als du vor ihm ein Glaubensbekenntnis rezitierst und wieder erlebst, dass du auch einst ein Sklave warst, dass du einmal überhaupt nichts hattest, dass du einmal gerettet werden musste – dass du ein neues Leben haben musstest, aber das nicht aus eigener Macht gewinnen konntest.

Die Geschichte ist in der ganzen Bibel konsistent.

Paulus schreibt in seinem Brief an die Kirche in Rom so: “Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.”

Wir sehen also, dass das Gebet zuerst dazu dient, uns zu verändern, nicht primär unsere Umstände zu ändern und unsere Wünsche zu erfüllen. Aus diesem Grund werden Christen nicht von Angst getrieben, sondern von Hoffnung angezogen – gezogen von dem Gott, der Christus von den Toten auferweckt und einer verwirrten Welt zugesagt hat, dass Tod, Gewalt und Zerstörung tatsächlich nicht das letzte Wort in dieser Welt haben.

Und das bringt uns zu dem Gebet, das Jesus uns gelehrt hat – das Gebet, das wir jeden Tag beten, und das Gebet, mit dem wir so vertraut sind, dass wir seinen radikalen Kern so schnell übersehen.

Vor Ostern habe ich an meinen Pfarrern – 700 von ihnen – einen Brief geschrieben und sie aufgefordert, ihre Gemeinden zu lehren, dieses Gebet anders zu beten. Ich höre oft, wie die Gemeinden dieses Gebet aussprechen, als würden die Worte bedeutungslos sein. Ich höre zum Beispiel: “Dein Reich komme, dein Wille geschehe …” statt: “DEIN Reich komme, DEIN Wille geschehe, auf Erden, wie im Himmel”. Mit diesen Worten bestätigen wir, das Caesar (der Kaiser) nicht der Herr der Welt ist. Wenn wir beten, dann passen wir unsere Gedanken, unsere Weltanschauungen, unsere Motivationen näher an Gottes Willen an. Das heißt Bekehrung, Konversion, Verwandlung. Es ist ein Prozess, kein Ereignis – deshalb müssen wir dieses Gebet jeden Tag beten. Wir müssen es beten, damit es am Ende anfängt, uns zu beten.

Eine Einladung zum Beten – sei es von Moses, dem Psalmisten, Jesaja, Jesus oder Paulus – bietet immer eine Chance an, überrascht und verändert zu werden – durch die Augen Jesu hinauszuschauen, mit seinen Ohren zu hören, und mit seinen Händen zu berühren. Der Vaterunser ist ein Aufruf zur radikalen Jüngerschaft. Es ist ein Ruf zu einem neuen Leben. Es ist eine Ermutigung, sich auf ein Abenteuer einzulassen. Und es ist eine Herausforderung, “durch die Erneuerung unseres Geistes transformiert zu werden”.

Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung! Betet zugleich auch für uns…

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This is the text of an article requested this morning by the Yorkshire Post in relation to the decision by cinema advertising bodies not to show an advert about the Lord's Prayer in their cinemas before Christmas this year. The decision has provoked a spat in the media and on social media – some of it even polite.

So, the major cinema chains have banned a one-minute advert from being shown in their theatres on the grounds that people may be offended. God, give me strength. (Which is a prayer.)

If you don't pray, then you are almost certainly in a small minority of people on the planet. Even people who claim no faith seem to admit to praying in certain circumstances.

In the last couple of weeks we have seen hashtags and posters, banners and even football scarves, emblazoned with 'pray4paris'. Why? As I said on last Friday's Thought for the Day on BBC Radio 4's Today programme, “it is interesting that in times of tragedy or challenge, the most unlikely people resort effortlessly to the language of prayer. “My thoughts and prayers are with the victims,” we've heard; and we've seen people kneeling, praying before makeshift shrines and at packed services in the Notre Dame cathedral. But, prayer to whom?”

The fact is: people pray. Billions of people across the globe pray the Lord's Prayer every day. For some Christians in some parts of the Middle East and Africa, the utterance of this prayer can amount to a death sentence. Yet, it is a prayer I have seen uttered by those committed to other faiths, but who see in this prayer – taught to his friends by Jesus – a fundamental recognition of human being, human need, and the realities of human experience. We are not God, but we live in relation to God; we have daily physical needs and we get tempted to go the wrong way; if we don't forgive those who wrong us, then how on earth do we expect to be forgiven and reconciled by God and others?

In the Christian tradition prayer is not about presenting shopping lists of requests to a god whose job it is to make life comfortable, convenient or secure for us. Rather, prayer is that exercise that, bringing us into the presence of God, gradually exposes us to the mind of God towards ourselves and the world where we are. Inevitably, this then exposes us to the need to change so that we gradually see God, the world and ourselves through God's eyes. Prayer is open for anyone. Prayer invites us to be open and honest with God and one another – to tell the truth about our fears and anxieties as well as about the things that make us scream with joy. It's like being stripped back so that we see as we are seen.

So, why do the cinema people think prayer is so dangerous? And who exactly is going to be offended by a one-minute advert that consists of a pile of people saying a phrase of the Lord's Prayer in sequence? No propaganda. No coercion. No pressure. Just an encouraging invitation. What is the problem?

Well, the problem is basically the illiteracy of a liberal culture that thinks itself to be intellectually mature and culturally sound. This culture assumes (I choose the word carefully) that secular humanism is neutral – and self-evidently 'true' – and that, by definition, any religious world view is somewhere up the scale of irrational and loaded madness. A five year old child could demolish that one. There is no neutral space.

Secondly, as an irrational reflex, religion gets widely connected inextricably with 'problem', 'trouble' or 'conflict'. Therefore, it has to be neutralised. The five year old would be on a roll by now. Just this morning a Muslim tweeted that, rather than ignoring Remembrance Day and the poppy appeal, his group had actually raised more than £400,000 for the Royal British Legion this month. Has anyone actually asked who might be offended by this and why? This phenomenon has echoes in seasonal appeals to empty Christmas of its name.

Thirdly, this religious illiteracy goes deep. Last week the Daily Telegraph reported on the debates that nearly saw the word 'Abbey' removed from 'Downton'. It seems that there was no reference to church (although, for good or ill, church would have been an integral part of the life of those characters), and we never got to see them sit down for a meal because that would have meant seeing them say grace. Really.

There is still time for the people who run the cinema chains to change their mind. They might even invite a conversation about reality 'out there' in the world. But, even if they don't, they have exposed yet again the intellectual and cultural redundancy of a dominant knee-jerk assumption about religion and the world. It would be funny if it weren't so common.

(Of course, the word limit meant I couldn't ask how advertising actually works, if it isn't to get inside our heads and promise to meet our deepest needs by selling us something. Which, apparently, is unproblematic.)

 

This is the script of this morning's Thought for the Day on the BBC Radio 4 Today programme:

There's an oft-repeated story that St Francis of Assisi told his Friars to “go out and preach the gospel – use words if you have to”. Like many famous sayings, however, there is no evidence that he ever actually said it. And if he did, then he was wrong. Language is as important as lifestyle in telling the truth about who we really are and what we really think matters.

Well, a week on from the appalling events in Paris it is interesting that in times of tragedy or challenge, the most unlikely people resort effortlessly to the language of prayer. “My thoughts and prayers are with the victims,” we've heard; and we've seen people kneeling, praying before makeshift shrines and at packed services in the Notre Dame cathedral. But, prayer to whom? And with what content or intention, we might ask?

Well, language is rarely reducible to a single meaning that is immediately obvious. So, when people ask for prayers for a particular person or situation, perhaps it doesn't need to be factually broken down into substantive parts, but can be taken as evidence of an emotional need to look beyond ourselves for order or meaning – or even rescue. After all, in the Christian tradition prayer is not about presenting shopping lists of requests to a god whose job it is to make life comfortable, convenient or secure for us. Rather, prayer is that exercise that, bringing us into the presence of God, gradually exposes us to the mind of God towards ourselves and the world where we are. Inevitably, this then exposes us to the need to change so that we gradually see God, the world and ourselves through God's eyes.

Now, I realise that there are people who think prayer is a bit of a weird and esoteric practice for people who like that sort of thing. Put like this, however, it is not surprising that it is open for anyone. Prayer invites us to be open and honest with God and one another – to tell the truth about our fears and anxieties as well as about the things that make us scream with joy. It's like being stripped back so that we see as we are seen.

There is a word for this process, but it is a word that is often misunderstood. 'Repentance' does not refer to some abjectly miserable confession of moral guilt, but – literally from the Greek word 'metanoia' – to 'change your mind'. It's a bit like having the lens behind our eyes – sometimes called our worldview – re-ground or re-shaped so that we see everything differently.

If any word is useful in these days of anxiety and fear, then 'metanoia' isn't a bad one. It allows for the possibility that the present situation does not have the final word, and that we will be able to see differently. No wonder Jesus told people to not be afraid – before shining a new light on their fearful experience and opening up the possibility of what one writer has called 'newness after loss'. That there is hope.

So, the 2014 World Cup has kicked off. The Church of England published my five prayers yesterday and the response has been mixed. Anyone with half a sense of humour is OK with them.

I actually wrote them four years ago for the 2010 World Cup in South Africa. Only two were written before the tournament began, and the shortest one was written part-way through the competition when England were sliding out. Context is everything.

But, why write new ones when the last lot still have life (despite miserable pedants). After all, prayer is about expressing our real feelings and desires to God, not about having to justify them ethically first.

Here they are:

Prayer 1 : A Prayer for the World Cup

Lord of all the nations, who played the cosmos into being, guide, guard and protect all who work or play in the World Cup. May all find in this competition a source of celebration, an experience of common humanity and a growing attitude of generous sportsmanship to others. Amen.

Prayer 2 : A Prayer for Brazil

God of the nations, who has always called his people to be a blessing for the world, bless all who take part in the World Cup. Smile on Brazil in her hosting, on the nations represented in competition and on those who travel to join in the party. Amen.

Prayer 3 : A prayer for those simply not interested

Lord, as all around are gripped with World Cup fever, bless us with understanding, strengthen us with patience and grant us the gift of sympathy if needed. Amen.

Prayer 4 : Prayers for the England Football team

Oh God…

Prayer 5

God, who played the cosmos into being, please help England rediscover their legs, their eyes and their hunger: that they might run more clearly, pass more nearly and enjoy the game more dearly. Amen.

Whenever there is an atrocity committed against Christians elsewhere in the world I get asked what we are doing about it here. The insinuation is that we appease Muslims, but ignore the plight of Christians being persecuted or victimised in Muslim-majority countries.

The quick answer is that loads of stuff goes on under the radar at national, international and diplomatic level. Anglican Communion partnership links mean that dioceses and bishops here are intimately connected to those places where Christians suffer. Relationships are often strong and communication good. However, such situations often mean that 'we' are wise enough not to salve our own consciences by making proclamations that make us feel better but do nothing to help the sufferers. Public silence does not equate to inactivity or inertia.

The latest atrocity was in Pakistan and the Archbishop of Canterbury was strong in his observations on events there. I also raised questions in a post the other day. But, what do we do on the ground, as it were?

In Bradford the President of the Council for Mosques called a meeting the day after the suicide bombing in Peshawar and a common statement by Muslim and Christian leaders was agreed. A joint appeal was launched at the same time in order to provide both symbolic and practical support to the Christian community that was attacked. The statement reads as follows:

Unfortunately attacks on places of worship of both Muslims and Christians alike are becoming more frequent. In recognition of this, Christian and Muslim leaders are encouraging all to join in prayer and supporting a joint appeal through mosques and churches across the city to raise funds to support the victims of this most recent atrocity.

We invite faith leaders of mosques and churches to support this worthwhile initiative through prayers and by raising funds for the appeal.

Bradford Cathedral, with my encouragement and at my instigation, is to hold a silent prayer vigil this coming Sunday evening from 6.30-8.30pm and Muslim representatives will be present. The vigil will be introduced by the Dean of Bradford and Dr Philip Lewis (Interfaith Advisor to the Bishop of Bradford). (I will be in the north of the diocese that evening in a rural parish.) Furthermore, a place of prayer will be established within the Cathedral for those Christian victims of such violence and other minorities who are subject to violence on account of their faith. This place will remain until Remembrance Day.

While writing this I have received information about a serious outbreak of civil violence in Khartoum, Sudan, and continued violence against civilians (mainly African and Christian in South Kordofan and the Blue Nile regions of Sudan. These are our brothers and sisters and we know many of them by name. So far the appeal in my name to support displaced people in these areas has raised well over £100,000 in eighteen months. There is more to be done.

But, perhaps this illustrates what partnership means and how we respond in Bradford to events that appear as news headlines.

I’m beginning to get superstitious. A soon as I leave the country the goals start going in in South Africa. Portugal have just banged seven past North Korea who will now have to go home and face the pleasure of their unenlightened dictator. I’ll still be away for England’s decider against Slovenia, so will just have to keep praying my latest prayers from Canada.

I can’t remember the last time I woke up to see seven goals go in during a World Cup. But there are lots of things I can’t remember. And I am clearly not alone in having rather limited powers of recall. Governments clearly have the same experience.

I arrived in Winnipeg with a colleague yesterday (or is it today?) afternoon and we got straight down to work. A tradition has grown up during the last five years whereby religious (usually Christian) leaders in the host country of the G8 summit also arrange a prior summit of world religious leaders. The purpose is basically (a) to bring the religious traditions together and offer a united voice in favour of the poor people of the world, (b) to offer a deeper/wider moral perspective on political, economic and social decisions by our political leaders, and (c) to remind the same leaders of the commitments they have made in the past.

The G8/G20 are meeting in Toronto, but the religious leaders are meeting in Winnipeg. Why not in the same place? Have you tried moving around the city where the G8/G20 meet? Anyway, Winnipeg has a history of religious diversity (and struggle) that makes it the right place to be – apart from the mosquitoes, that is…

On 9 June the Guardian reported that the draft G8 Summit communique had dropped any reference to the Gleneagles pledge to Africa – to double aid to the poorest countries by 2010. That would have amounted to an extra £17 billion ($25bn) each year as part of a £50bn increase in financial assistance. Last year’s summit in Italy concluded:

G8 countries reiterated their commitments, including those made at Gleneagles and more recently at the G20 London summit, to support African efforts towards promoting development good governance and achieving the millennium development goals [the UN targets for addressing world poverty by 2015].

At the Winnipeg summit, starting this evening, global religious leaders (with me representing the Archbishop of Canterbury) will be doing three things and working to make their voice heard by the politicians:

  • uniting their voices in favour of the world’s poor by working on a statement to be presented to the Muskoka summit on Thursday
  • reminding the politicians of the commitments they have already made and holding them to account
  • articulating the moral conscience of the politicians’ summit, thus putting political and economic debates/decisions in a wider moral and spiritual context against which their value can be weighed.

Of course, people are going to argue that this is whistling in the wind – that the financial crash and the fragile predicament of some leading economies have changed everything, thus rendering earlier ‘altruistic’ redundant. It is an understandable argument and carries some practical, realistic force.

But, it ignores the fact that in a global recession it is the poorest who always suffer the most (and not just relatively). The poorest, believing in many cases that they have been lied to or unjustly ignored, do not tend to stick to democratic niceties in trying to change their circumstances. The ‘rich’ countries will pay an even heavier long-term price if they do not continue to stick to their pledges to help end poverty.

As is often the case, the moral argument is often supported by what appears to be a purely pragmatic one: it continues to make good economic and political sense to do everything possible to meet previous G8 commitments and serve a longer-term economic, social and security end.

In a few hours we will start to debate these issues from diverse perspectives at the University of Winnipeg. No doubt the final statement (which is too wordy and worthy) will be edited to give it more punch and purchase; but the Canadians have done a superb job in pulling it all together and giving us a good start in combining our words and convictions.

I have spent the last few weeks explaining to around twenty radio stations from around the world why I didn’t write a prayer for England to win the World Cup. God is not partisan, I explained, and there are bigger things to pray for – especially as prayer is about (a) expressing our desires honestly (even if they are dodgy), and (b) having our own vision of God, the world and us changed by our praying.

Anyway, I suggested, it might take too much of a miracle for England to win the World Cup: we constantly over-rate, over-hype and over-anticipate England performances… and then indulge in a collective intemperate bloodletting against team and manager when they (consistently) fail to deliver on the big stage. At least we are fairly consistent in behaving like this in every competition. (On BBC’s Newsnight programme Gavin Esler said they had intended to show highlights of the game, but there weren’t any…)

But, after watching England’s remarkably aimless and seemingly dispassionate performance against Algeria last night, I now feel moved to pen two new prayers specifically for the England team. (I will be praying from a distance as I will be in Canada for the G8 Faith Leaders Summit – I am NOT leaving the country because I can’t bear to watch the Slovenia match next week…)

The first is simple and honest:

Oh God…

The second offers a little more:

God, who played the cosmos into being, please help England rediscover their legs, their eyes and their hunger: that they might run more clearly, pass more nearly and enjoy the game more dearly. Amen.

Well, don’t say I didn’t try.